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Novartis: Vergütungssystem auf dem GV-Prüfstand

An der Generalversammlung der Novartis vom Dienstag dürfte erneut das Vergütungssystem zu reden geben, über das die Aktionäre nun erstmals abstimmen können.

Aktionärsgruppierungen haben ihre Ablehnung angekündigt. So hat die Anlagestiftung Ethos kritisiert, das Vergütungssystem des Basler Konzerns liege nicht im Interesse von langfristig orientierten Investoren. Für ACTARES ist es Ausdruck der alten «Selbstbedieungsmentalität». Die an der letztjährigen Generalversammlung eingeführte «Say-on-pay»-Abstimmung hat indes nur konsultativen Charakter. Ethos moniert auch, dass die Entschädigungen der Konzernleitung im Vergütungsbericht weiterhin zum tieferen Steuerwert statt zum Marktwert ausgewiesen werden. So habe Daniel Vasella als Verwaltungsratspräsident für 2010 zu Marktwerten 25 Millionen Fr. erhalten. Ausgewiesen hatte der Konzern im Geschäftsbericht 2010 dagegen nur knapp 8 Millionen. Ethos geht zudem ein zusätzlicher Sonderbeitrag von 12 Millionen Fr. an Vasellas Altersvorsorge zu weit; auch ACTARES kritisiert dieses hochdotierte Zückerchen. Letztere Gruppierung verlangt im übrigen gemäss einem Communiqué erneut «die endgültige Sanierung aller Chemiemülldepomien der Vorgängerfirmen von Novartis». Der Basler Pharmakonzern hatte am 27. Januar für das vergangene Geschäftsjahr einen Gewinn von 10 Milliarden Fr. ( 18%) und einen Umsatz von 50,6 Milliarden Fr. ( 14%) ausgewiesen. Trotz Preisdruck im Pharma- Kerngeschäft erwartet Novartis 2011 insgesamt ein zweistelliges Wachstum sowie Kursgewinne für seine Aktionäre.

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