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Neuenburg könnte grösste Uhr der Welt bekommen - Stadt will nicht

Die grösste Uhr der Welt könnte in Neuenburg zu stehen kommen.

Ein Vorprojekt für ein 350 Millionen Fr. teures Kongress- und Ausstellungsgebäude in Form einer Riesenuhr wurde am Dienstag vorgestellt. Die Stadt Neuenburg will aber nicht mitmachen. Das Unternehmen SWA Concept Sàrl stellte den Entwurf für das «Swiss Watch Arena» getaufte Gebäude am Ufer des Neuenburgersees am Dienstag den Medien vor. Der Bau solle ein Schaufenster der Schweizer Uhrenindustrie und Handwerkskunst werden und der Region ein Gesicht geben, sagte Pierre-Yves Sandoz, Direktor der SWA Concept. Das Gebäude hat die Form einer riesigen Armbanduhr und soll mit dem grössten Uhrwerk der Welt ausgestattet sein, wie die Initianten weiter erklärten. Vom energetischen Gesichtspunkt her werde die «Swiss Watch Arena» dank einer Solaranlage autonom sein. Der Komplex hätte einen Durchmesser von 95 Metern und eine Höhe von 35 Metern. Darin untergebracht werden soll ein multifunktionales Kongresszentrum mit einer Ausstellungshalle, Theater- und Konzertsälen, einem Museum für Zeit und Avantgarde, einem Luxushotel sowie Läden und Boutiquen. Projekt umstritten Das Projekt ist allerdings umstritten. Finanziert werden soll es auf der Basis einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Aus privaten Geldern sollen der Bau und der Betrieb gedeckt werden, Stadt und Kanton Neuenburg sollen das Terrain zur Verfügung stellen. Die Initianten versicherten zwar, dass der Zugang zum See trotz des Riesenbaus gewährleistet bleibt. Diese Zusicherung überzeugte die städtischen Behörden jedoch nicht. Sie liessen die Initianten bereits wissen, dass sie diese «Swiss Watch Arena» nicht wollen. In einem Communique bestätigte die Exekutive am Dienstag ihre Auffassung, dass der See für alle zugänglich sein soll. Man wolle kein immenses Gebäude an Stelle eines Landschaftsparks für alle. Die Stadtexekutive bevorzugt ihr eigenes Projekt einer Neugestaltung der Jeunes Rives, wo sich einst die Expo.02 breit machte.

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