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Nachlassdividende für SAirGroup-Gläubiger leicht gestiegen

Die fast 10 Jahre nach dem Grounding der Swissair immer noch laufende Nachlassliquidation der SAir-Group kommt nur noch in kleinen Schritten voran.

Gemäss des Rechenschaftsbericht des vergangenen Jahres können Dritt-Klass- Gläubiger derzeit mit einer Nachlassdividende von maximal 17,9 Prozent rechnen. Sollten jedoch nicht alle noch hängigen Kollokationsklagen erfolgreich abgewehrt und mehr als 40 Prozent der ausgesetzten Forderungen anerkannt werden, könnte die Dividende auch auf bis zu 10,7 Prozent sinken. Vor einem Jahr bewegte sich die erwartete Rendite noch zwischen 10,0 und 16,4 Prozent. Zur Verbesserung der Rendite beigetragen hat insbesondere der Abschluss einer Anfechtungsklage gegen die Nordea Bank Danmark und ein mit einem Vergleich beigelegte Anfechtungsklage gegen die belgische Fortis Banque. Noch sind zahlreiche Anfechtungsklagen ausstehend. Zudem befasst sich der Liquidator auch mit Prozessen zur aktienrechtlichen Verantwortlichkeit der Organe. Als nicht verwertete Aktiven führt die SairGroup noch die Erlöse aus dem Verkauf der Tochtergesellschaften Swissport, Gate Gourmet, SR Technics und Nuance an, welche noch zwischen der SAir-Group und der SAirLines-Gruppe, in der alle Fluglinien konzentriert wurden, aufgeteilt werden müssen. Noch nicht verwertet wurden auch Forderungen gegenüber ehemaligen Gesellschaften der Swissair-Gruppe sowie ein Anteil an einem Gebäude beim Flughafen Genf. Bereits ausbezahlt wurden an die Gläubiger der dritten Klasse bisher 7,4 Prozent der Forderungen. Fürs laufende Jahr ist gemäss Gläubigerzirkular eine weitere Abschlagszahlung geplant. Insgesamt hatten die Dritt-Klass-Gläubiger Forderungen von 48,4 Milliarden Fr. gestellt, rund 10 Milliarden davon wurden zugelassen, über Forderungen von 3,1 Milliarden Fr. wird noch vor Gericht gestritten. Bereits vor rund einem Monat hat der Nachlassverwalter Rechenschaft über den Stand der Liquidation der eigentlichen Swissair informiert. Die Nachlassdividende auf den zugelassenen Forderungen von 2,4 Milliarden Fr. wird dort auf 11,9 bis 15,0 Prozent geschätzt.

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