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Montag, 18. Juli 2011

GEORG FISCHER VERDOPPELT GEWINN: Der Schaffhauser Industriekonzern Georg Fischer erzielte im ersten Halbjahr 2011 einen Umsatz von 1,86 Milliarden

Franken, was einem währungsbereinigten Plus von 24 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Der Konzerngewinn stieg um 92 Millionen Fr. und somit um mehr als das Doppelte an. Das Betriebsresultat (EBIT) lag mit 130 Millionen Fr. 78 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Allerdings belastete der starke Franken das Betriebsresultat mit rund 50 Millionen Franken. Insbesondere die weltweit starke Nachfrage nach Röhrensystemen, Autoteilen und Werkzeugmaschinen half dem Industriekonzern jedoch, die Auswirkungen der Währungskrise zu lindern. KÜHNE NAGEL MIT MEHR GEWINN: Der Logistikkonzern Kühne Nagel hat im ersten Halbjahr 2011 den Reingewinn trotz negativer Währungseffekte um 11 Prozent auf 312 Millionen Fr. gesteigert. Allerdings lag der Umsatz mit 9,79 Milliarden Fr. leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis (EBITDA) nahm um 5,7 Prozent auf 502 Millionen Fr. zu. Des Weiteren wurde bekannt, dass Kühne Nagel das Logistikunternehmen Grupo Eichenberg zu einem Kaufpreis von rund 35 bis 40 Millionen Fr. übernehmen wird. GEWINNWARNUNG BEI SCHAFFNER: Der Solothurner Komponentenhersteller Schaffner reduzierte am Montag die Umsatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr, was einen Einbruch des Aktienkurses zur Folge hatte. Schaffner geht neu für das Geschäftsjahr 2010/11 von einem Umsatz und einem operativen Ergebnis im Rahmen des Vorjahresniveaus aus. Damals betrug der Nettoumsatz 188,9 Millionen Fr. und die EBIT-Marge 7,9 Prozent. Als Ursache für die Gewinnwarnung nannte der Konzern die volatile Entwicklung der Devisenmärkte sowie die massive Aufwertung des Frankens gegenüber anderen Währungen seit Anfang Jahr. HÖHERE ARBEITSZEIT: Die Angestellten des Pharma- und Biochemiekonzerns Lonza arbeiten künftig auch in Basel zwei Stunden länger. Nach der Erhöhung der Arbeitszeit in Visp werden auch die Verträge der Angestellten am zweiten Schweizer Standort entsprechend ergänzt. Zuvor hat eine grössere Zahl von Angestellten der Geschäftsleitung Mehrarbeit angeboten. Für das Jahr 2011 erwartet Lonza, dass der starke Franken mit rund 60 Millionen bis 70 Millionen Fr. auf die Rechnung drückt. Die Konzernleitung hatte deshalb Ende Juni eine auf 18 Monate beschränkte Erhöhung der Wochenarbeitszeit am Walliser Standort Visp von 41 auf 43 Stunden beschlossen. HARLAN PRÜFT STELLENABBAU: Die amerikanische Harlan Laboratories rechnet mit einem Stellenabbau an ihren Schweizer Standorten in Itingen BL und Füllinsdorf BL. Eine Analyse hat laut dem Konzern eine «schlimme Bedrohung» für die Zukunft der Schweizer Filiale ergeben. Deshalb ist ein Konsultationsverfahren eingeleitet worden, das bis zum 5. August läuft. Wieviele der 539 Stellen im Baselbiet gestrichen werden, ist laut Harlan noch nicht entschieden. STEUERSTREIT VOR LÖSUNG: Im Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland zeichnet sich eine Lösung ab. Das deutsche Finanzministerium erwartet einen baldigen Abschluss der Verhandlungen. Auch das Eidgenössische Finanzdepartement ist zuversichtlich, noch diesen Sommer eine Einigung erzielen zu können. Beide Seiten geben aber keine Details der sich abzeichnenden Lösung bekannt. Laut verschiedenen Medien rechnet der deutsche Finanzminister mit einer Zahlung von rund 10 Milliarden Euro als «Ablasssteuer» für deutsche Altvermögen, welche in den letzten zehn Jahren an der Steuerbehörde vorbei in die Schweiz gebracht worden. Neben dieser rückwirkenden Abgeltungssteuer sollen die Banken in Zukunft für den deutschen Fiskus auch Steuern auf laufende Zins- und Dividendeneinnahmen erheben. REKORDHOHER GOLDPREIS: Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 1600 Dollar überschritten. Angefeuert vom Haushaltsstreit in den USA und der Schuldenkrise in Europa kletterte der Wert einer Feinunze des Edelmetalls bis auf 1600,10 Dollar. Das Gold befindet sich seit Monaten auf einem Höhenflug. Erst Ende April hatte Gold erstmals die Grenze von 1500 Dollar je Feinunze übersprungen. STIMMUNGSAUFSCHWUNG: Die Konsumentenstimmung in Europa verbessert sich langsam wieder. Laut einer Studie der deutschen Gesellschaft für Konsumforschung sind allerdings weiterhin viele Konsumenten verunsichert und von der Nachhaltigkeit des Aufschwungs in ihrem Land nicht überzeugt. Vor allem in Griechenland, Tschechien und Österreich ist das Vertrauen in die Wirtschaft gering. Erheblich zuversichtlicher schätzen dagegen die Konsumenten in Spanien, Grossbritannien, Frankreich, Polen und Rumänien die wirtschaftliche Entwicklung in ihrem Land ein. STAATSHILFE GENEHMIGT: Die Europäische Kommission hat nachträglich grünes Licht für die staatliche Stützung der Bank Hypo Real Estate (HRE) gegeben. Allerdings wird die HRE und ihre Kernbank PBB Deutsche Pfandbriefbank deutlich verkleinert. Ende des laufenden Jahres soll die Bilanzsumme der PBB noch etwa 15 Prozent der HRE- Konzernbilanzsumme von 2008 betragen. Die HRE war nach Milliardenverlusten 2008 von der deutschen Regierung verstaatlicht und als systemrelevante Bank mit rund zehn Milliarden Euro vor der Pleite gerettet worden. GLENCORE-ÜBERNAHME IN PERU: Der Rohstoffhändler Glencore übernimmt einen 70-Prozent-Anteil am peruanischen Bergbauunternehmen Marcobre und bezahlt dafür 475 Millionen Dollar. Marcobre ist alleinige Besitzerin der Marcona Kupfermine im südlichen Peru. Das Unternehmen betätigt sich vor allem in der Erforschung und Entwicklung der Mine, die geschätzte 413,3 Millionen Tonnen Kupfererz mit einem Kupferanteil von 0,79 Prozent enthält. Die Übernahme soll bis im Oktober des laufenden Jahres abgeschlossen werden.

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