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Mindestlohn für Textilarbeiter in Bangladesch in Kraft

Dhaka In Bangladesch gilt seit Montag der nach heftigen Protesten angehobene Mindestlohn für Textilarbeiter.

Sie erhalten nun mindestens 3000 Taka (etwa 41 Franken) im Monat, zuvor waren es 1700 Taka gewesen, der niedrigste Industrielohn weltweit. Arbeitsminister Khandaker Mosharraf Hossain versprach am Sonntag, die Regierung werde Fabrikbesitzer bestrafen, die den Arbeitern nicht mindestens die 3000 Taka zahlen. Er rief die Arbeitgeber auf, Boni zu zahlen. Im Juli und August hatten zehntausende Arbeiter teils gewaltsam gegen die niedrigen Löhne protestiert. Die Polizei ging häufig mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor. Fünf Gewerkschaftsführer wurden verhaftet. Eine von der Regierung ernannte Kommission setzte Ende Juli den neuen, höheren Mindestlohn fest. Doch die Proteste gingen weiter. Unabhängige Gewerkschaften hatten eine Erhöhung auf 5000 Taka verlangt. In Bangladesch arbeiten rund 2,5 Mio. Menschen in den Textilfabriken. Wegen der vergleichsweise extrem niedrigen Löhne lassen dort auch zahlreiche internationale Bekleidungsfirmen produzieren. Abnehmer im Westen sind etwa der Jeans-Hersteller Levi Strauss und die Kette H&M.

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