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Merkel verbreitet Hoffnung an Asiens Börsen

Tokio Äusserungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Kurs der Europäischen Zentralbank im Kampf gegen die Schuldenkrise haben die Anleger in Fernost am Freitag optimistisch gestimmt.

Die Aktienmärkte in Japan, Singapur, Australien und Hong Kong schlossen im Plus. Merkel sagte bei einem Besuch in Kanada, das Versprechen von EZB- Chef Mario Draghi, alles Erforderliche zur Verteidigung der Euro- Zone zu tun, sei im Einklang mit den europäischen Regierungen. «Merkels Bemerkungen erhöhen die Erwartung, dass es eine Lösung für die Probleme der Euro-Zone gibt», erklärte ein Analyst. Dementsprechend stiegen in Asien die Hoffnungen auf einen Befreiungsschlag der EZB im Kampf gegen die Schuldenkrise. Vor allem Finanz- und Rohstoffwerte profitierten von der Aussicht auf neue Stützungsmassnahmen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von knapp 0,8 Prozent bei 9162 Punkten und erreichte damit ein Drei- Monats-Hoch. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,9 Prozent auf 765 Zähler zu. Auch die Märkte in Singapur, Australien und Hongkong lagen im Plus. Mit Abschlägen tendierten hingegen die Börsen in Taiwan und Seoul. Den Markt in Südkorea belasteten vor allem die Verluste der Samsung-Aktien. Nachdem das Papier am Vortag noch auf ein Drei- Monats-Hoch gestiegen war, verlor es am Freitag mehr als vier Prozent an Wert. Die Abwärtsbewegung wurde hauptsächlich von umfassenden Verkaufsaufträgen aus dem Ausland ausgelöst. In Japan profitierten die Exporttitel vom schwächeren Yen. Honda- Papiere verteuerten sich um 2,4 Prozent, die Titel des Rivalen Nissan um 1,5 Prozent. Die Aktie von Sony legte 1,9 Prozent zu. Der Euro hielt sich im fernöstlichen Devisenhandel stabil. Die Einheitswährung notierte wenig verändert bei 1,2352 Dollar. Der Dollar wurde zum Yen mit 79,33 Yen gehandelt.

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