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«Hört auf mit dem Versuch, Geld zu schöpfen»

Blick auf die Welt. Agustin Carstens möchte die BIZ in Basel als Ort bewahren, an dem sich die Notenbanker und wichtigsten Vertreter von Finanzbehörden regelmässig treffen.
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BaZ: Herr Carstens, wie gefällt es Ihnen in Basel?

Aufgewachsen sind Sie in den 60er- und 70er-Jahren in Mexiko. Sie erlebten hautnah, wie der Peso dramatisch an Wert verlor. Ersparnisse lösten sich in Luft auf. Hat Sie dies dazu bewogen, Ökonom oder sogar Notenbanker zu werden?

Und Ihre Mutter hatte eine Antwort?

Haben Sie das heute immer im Hinterkopf, dass Ihr Tun und Handeln das tägliche Leben der Menschen mitbestimmt?

In den falschen Händen kann Geldpolitik etwas Destruktives sein.

Handelten Sie als Notenbankchef von Mexiko nach diesem Credo?

Seit 1930 gibt es die BIZ. Sie sind der erste Chef, der aus einem Entwicklungsland kommt. Warum dauerte es so lange?

Sie loben die Offenheit der BIZ. Hinken die anderen globalen Finanzinstitutionen hinterher?

Spielt es überhaupt eine Rolle, woher der Generaldirektor stammt? Oder anders gefragt: Betrachten Sie die Euro-Krise mit anderen Augen?

Die BIZ hat wiederholt davor gewarnt, dass die Zinsen zu lange zu tief waren und dass zu viel Last auf den Schultern der Zentralbanken liegt, um die globale Wirtschaft zu stützen. Bewegen sich die Zentralbanken allmählich in die richtige Richtung?

Was ist zu tun?

Was bereitet Ihnen derzeit die grössten Sorgen?

Und drittens?

Ist das nicht Teil der «schöpferischen Zerstörung»? In nicht produktiven Sektoren gehen Stellen verloren, die in Zukunftsbranchen wieder entstehen.

Gibt es für Innovation überhaupt ein ideales Tempo?

Was wäre zu tun?

Handlungsbedarf besteht auch in Ihrem Heimatland Mexiko. Ist die Rückkehr in die Politik eine Option für Sie?

Sie hielten im Januar eine Rede über Kryptowährungen, die grosses Echo bei den Bitcoin-Anhängern auslöste. Sind Kryptowährungen Geld?

Haben Sie dann eine Erklärung für den Hype?

… das waren die Worte, welche die Krypto-Gemeinde verärgerten. Sie glauben nicht an ein Happy End.

Die Marktkapitalisierung der Kryptowährungen ist gering, und es besteht somit keine Gefahr für das Finanzsystem. Sollen Zentralbanken überhaupt einschreiten?

Der Bitcoin entstand vor rund zehn Jahren. Wieso dauerte es so lange, bis sich die BIZ erstmals zu den Kryptowährungen äusserte?

Erachten Sie es nicht als positiven Nebeneffekt, dass sich dank Bitcoin viele junge Leute Gedanken über Geld, Geldschöpfung und das Finanzsystem machen?

Mit welchem Hauptargument?

In einem viel beachteten Buch über die BIZ war die Rede von der «geheimen Bank, welche die Welt regiert». Wie geheim ist Ihre Bank tatsächlich?

Gibt es einen Grund für diese Öffnung?

Welches sind Ihre Prioritäten während Ihrer fünfjährigen Amtszeit?

Planen Sie auch Neuerungen?