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Media Google und Facebook löschen Web-Inhalte in Indien

New Delhi Die Internet-Konzerne Google und Facebook haben sich der Anordnung eines indischen Gerichts gebeugt und Inhalte von einigen lokalen Webseiten gelöscht.

Sprecher der Unternehmen machten am Montag zunächst keine Angaben über das zensierte Material. Hintergrund ist der Streit über ein im vergangenen Jahr erlassenes Gesetz, das Internet-Konzerne für die Inhalte ihrer Nutzer verantwortlich macht. Google, Facebook, Yahoo und Microsoft haben Rekurs eingelegt und erklärt, eine derartige Kontrolle sei nicht möglich. Ein Gericht in der indischen Hauptstadt New Delhi wies die Konzerne nun trotzdem an, innerhalb von 15 Tagen schriftlich ihre Massnahmen gegen anstössige Inhalte zu erläutern. Anderenfalls drohe ein Durchgreifen «wie in China», hiess es. Im benachbarten China wird das Internet stark zensiert, ganz im Gegensatz zu Indien, wo es bisher kaum staatliche Auflagen gab. Weniger als zehn Prozent der 1,2 Milliarden Inder haben Zugang zum Internet. Damit ist die grösste Demokratie der Welt jedoch immer noch die Nummer Drei im Netz hinter China und den USA. Zudem wird erwartet, dass die Zahl der indischen Internet-Nutzer in den kommenden drei Jahren auf über 300 Millionen ansteigen wird.

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