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Liquiditätsnöte kosten russische Grossbank IIB die Lizenz

Moskau In Russland steht das erste Mal seit Ausbruch der Finanzkrise eine Grossbank vor dem Aus.

Dem Geldhaus IIB sei wegen Liquiditätsmangel die Lizenz entzogen worden, teilte die russische Zentralbank am Dienstag mit. Das Institut kann damit seine Geschäfte in der bisherigen Form nicht fortsetzen. Die IIB gehört zu den 30 grössten Banken des Landes. Die Zentralbank begründete ihren Schritt damit, dass die IIB über zu wenig Kapital verfüge und deswegen ihren Verpflichtungen gegenüber Kreditgebern nicht mehr nachgekommen sei. Erst vor drei Monaten konnte die Bank des russischen Oligarchen und Duma-Abgeordneten Sergej Pugatschew einen Eurobond über 200 Mio. Euro nicht pünktlich zurückzahlen. Die Zentralbank erklärte zudem, dass sie von dem in Russland unter dem Namen Mezhprombank bekannten Institut falsche Finanzberichte erhalten habe. Daneben sei die Bank nicht den Anforderungen der Finanzaufsicht gerecht geworden. Das Geldhaus ist der grösste Empfänger von nicht besicherten Krediten der Zentralbank. Diese hatte damit angeschlagenen Instituten in der Finanzkrise unter die Arme gegriffen. Analysten wiesen darauf hin, dass die Situation der IIB ein Sonderfall sei. Anderen Geldhäuser drohe derzeit kein Lizenzentzug.

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