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KPMG-Experte: Pharmafirmen werden an Umsatz und Gewinn verlieren

Die Pharmaunternehmen stehen unter Druck.

Regulierung, Kostendruck und sinkende Staatsausgaben bei knappen Gesundheitsbudgets könnten in Zukunft deren Umsätze und Gewinne drücken, wie das Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG warnt. So könnte laut KPMG Schweiz in fünf Jahren der Umsatz der Pharmakonzerne, bei denen auch die Schwergewichte stark vom Absatz einiger weniger Produkte abhängig sind, um 15 Prozent sinken. Bei gleichbleibenden Kosten für Herstellung und Administration sowie Forschung und Entwicklung würde das die Gewinne ebenfalls drücken, wie KPMG-Experte Erik Willems am Dienstag in Zürich sagte. Auch die grossen Konzerne haben in den letzten zwei Jahren den Abbau tausender Stellen angekündigt. Die Konzerne müssten aber noch effizienter und leistungsbewusster werden, sagte Willems. Davon sei auch die Forschung betroffen. Die Abhängigkeit von Verkaufschlagern, die als einzelnes Medikament Milliardenumsätze bringen, sei zudem in Frage gestellt. Zum zentralen Thema würden aber auch neue Vorschriften: Die Hürden, um ein Medikament auf den Markt zu bringen, werden dabei laufend höher. Auflagen wie zusätzliche klinische Studien zur Freigabe von Heilmitteln erhöhten den Forschungsaufwand. Regulierungsrisiko im Vordergrund Während vor einigen Jahren die Risiken im Zusammenhang mit der Forschung noch im Zentrum gestanden hätten, werde heute viel mehr vom «Regulierungsrisiko» gesprochen, sagte Thomas Cueni, Generalsekretär und Geschäftsführer des Branchenverbands Interpharma während des Mediengesprächs. Der «Sunshine Act», ein Vorstoss der Gesetzgebung in den USA, erfordere beispielsweise die Offenlegung aller Zahlungen der Pharma- und Medtech-Firmen an Mediziner. Auch Reisen, Konferenzen oder Essen, die Unternehmen für Arzte ausrichten, müssen deklariert werden. Für Willems ist die Umsetzung dieser Bestimmungen, die ab 2012 wirksam werden, ein administrativer «Alptraum». Laut Thomas Cueni wird der «Sunshine Act» von der Branche aber absolut ernstgenommen und somit umgesetzt werden.

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