Wo das Wohnen noch teurer ist als in Zürich

Die Zürcher klagen gern über hohe Mieten. Doch in anderen Städten bezahlt man noch mehr fürs Wohnen. Die Top Ten bietet einige Überraschungen.

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Stefan Eiselin@tagesanzeiger

Nur ein Posten schlägt im Haushaltsbudget der Schweizerinnen und Schweizer mehr zu Buche als die Ausgaben fürs Zuhause. Knapp 15 Prozent geben sie im Durchschnitt für Wohnen und Energie aus. Nur Steuern, Sozialversicherungen und Krankenkassen wiegen schwerer.

Kein Wunder, sind Mieten für die Bewohner zwischen Genf und Romanshorn ein immer wiederkehrendes Gesprächsthema. In Zürich ganz besonders – die Mieten sind in der grössten Schweizer Stadt rekordhoch. Doch vergleicht man die Mieten international, relativiert sich das Preisniveau Zürichs. In New York sind Mietwohnungen gemessen am Quadratmeterpreis mehr als 50 Prozent teurer. Das zeigt eine Untersuchung des deutschen Umzugsvermittlers Movinga.

Luanda. Luanda?

Am Hudson zahlt man 58.76 Franken pro Quadratmeter, an der Limmat 38.86 Franken. Auch San Francisco, London und Hongkong sind deutlich teurer. Im Umfeld Zürichs bewegen sich die Mieten in Singapur, Sydney, Dubai und Kopenhagen. Alles sind Metropolen, die entweder eine starke Finanzbranche oder eine florierende Szene von Technologieunternehmen haben (siehe Daten in der oben stehenden Bildergalerie).

Eine Metropole auf der Liste der teuersten Pflaster für Mieter sticht in der Rangliste aber heraus. Die afrikanische 6-Millionen-Stadt Luanda ist fast so teuer wie New York. Dabei ist das Bruttoinlandprodukt der USA 135-mal höher als das von Angola. Im Land ist das Angebot an Wohnraum nach westlichem Standard aber gering, entsprechend hoch sind die Preise. Luanda gilt ganz allgemein als extrem teuer. Denn auch viele Produkte des täglichen Bedarfs mit westlichem Standard sind kaum zu erhalten. Wer sie dennoch will, muss tief in die Tasche greifen. Bei den Lebenshaltungskosten liegt die Stadt denn auch weltweit ganz oben.

baz.ch/Newsnet

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