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Weniger Arbeitslose als im Vorjahr

Gegenüber dem Vormonat bleibt die Arbeitslosenquote unverändert bei 3,0 Prozent – es gibt allerdings weniger offene Stellen. Positives gibt es dafür bei den Jungen zu vermelden.

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im September stabil bei 3,0 Prozent geblieben. Während in der Westschweiz und im Tessin weniger Personen arbeitslos gemeldet waren als noch vor einem Jahr, ist in der Deutschschweiz die Zahl der Arbeitslosen gestiegen.

Die Arbeitslosenquote der französisch- und italienischsprachigen Schweiz verbesserte sich im Jahresvergleich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent, wie aus der Arbeitslosenstatistik des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervorgeht.

Die Quote in der Deutschschweiz blieb derweil mit 2,5 Prozent unverändert und lag damit weiterhin deutlich unter jener in den anderssprachigen Regionen. Die Zahl der Arbeitslosen nahm in der Deutschschweiz gegenüber dem Vorjahr jedoch um 0,3 Prozent zu, wohingegen in der Romandie und im Tessin eine Abnahme um 2,5 Prozent verzeichnet wurde.

Saisonaler Anstieg der Arbeitslosenzahl

Auch der Anstieg der Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat fand zu einem grossen Teil in der Deutschschweiz statt. Schweizweit waren im September 129'965 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet. Das sind 1531 Personen mehr als noch im August.

Dies sei jedoch saisonal bedingt, erklärte Werner Aeberhardt, Leiter Arbeitsmarktanalyse und Sozialpolitik beim Seco, an einer Telefonkonferenz. Gegenüber dem Vorjahr resultierte denn auch eine Abnahme um 1107 Personen.

Saisonbereinigt betrug die Arbeitslosenquote im September unverändert 3,2 Prozent. Dabei dürfte es bis Ende Jahr bleiben. Aeberhardt vermutet, dass die Arbeitslosigkeit bis Ende Jahr nicht dermassen stark abnimmt, dass der von der Seco prognostizierte Jahreswert von 3,1 noch erreicht wird. Genaueres dazu wird bei der Publikation der neuen Konjunkturprognose am 16. Oktober bekannt.

Weniger Jugendarbeitslosigkeit

Nach dem Alter betrachtet entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich: Während die Jugendarbeitslosigkeit um 3,3 Prozent abnahm, legte die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen um 3,1 Prozent zu.

Gegenüber August stieg die Zahl der arbeitslosen 15- bis 24-Jährigen zwar um 0,8 Prozent an. Der Leiter Arbeitsmarktanalyse und Sozialpolitik beim Seco sieht den Anstieg allerdings als statistisch nicht signifikant an.

Weniger offene Stellen

Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen reduzierte sich im Vergleich zum August leicht um 0,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr resultierte gar eine Abnahme von 22,4 Prozent.

Die Zahlen könnten aber trügen, warnte Aeberhardt. Die Statistik dafür sei nicht allzu breit abgestützt, um aus einzelnen Monatswerten einen Trend ablesen zu können. Vor dem Hintergrund der abkühlenden Konjunktur im Euroraum passe der Rückgang der offenen Stellen jedoch ins Bild.

Auch Yves Flückiger, Professor für Ökonomie an der Universität Genf, sieht in den aktuellen Arbeitslosenzahlen Auswirkungen der globalen wirtschaftlichen Unsicherheit. Normalerweise sinke die Arbeitslosenquote im September, da die meisten Jugendlichen, die nach dem Sommer auf den Arbeitsmarkt kämen, bis dahin eine Stelle gefunden hätten.

SDA

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