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Warum so viele Schweizer in Israel Ferien machen

In Israels Tourismus-Statistik ist vor allem etwas auffällig: Die Zahl der Schweizer nimmt zu. In den ersten vier Monaten des Jahres betrug das Plus gegenüber 2010 satte 18 Prozent. Das ist kein Zufall, sagen Experten.

Im Sommer kann es in Israel sehr heiss werden: Frauen am Strand von Tel Aviv, 20. August 2010.
Im Sommer kann es in Israel sehr heiss werden: Frauen am Strand von Tel Aviv, 20. August 2010.
Reuters

«Tel Aviv ist momentan die Trendstadt», sagt Peter Brun, Kommunikationsverantwortlicher beim Reiseanbieter Kuoni. Die Stadt locke mit ihrem Partyangebot. Zudem grenzt sie sich durch ihre Architektur und ihre Kultur von anderen Destinationen ab, die ebenfalls zum grossen Feiern aufrufen. Seit Januar bietet Kuoni Tel-Aviv als Städte-Destination an. Die Nachfrage sei sehr stark. Beim Konkurrenten Hotelplan gibt es keine Angebote.

Bereits im Vorjahr reisten mit 32'926 Gästen um über 5000 Touristen mehr nach Israel als im Jahr 2009. Von Januar bis April 2011 haben insgesamt 11'309 Schweizer das Land besucht. «Das Jahr hat vielversprechend angefangen», so Lydia Weitzman vom israelischen Tourismus-Ministerium. Die Wachstumsrate von fast einem Fünftel sei höher als jene aus anderen europäischen Ländern, sagte sie weiter. Diese betrage rund elf Prozent.

Die Swiss transportiert täglich zwei Mal Reisende von Zürich direkt nach Tel-Aviv. Die Passagierzahlen hätten 2011 zugelegt, heisst es bei der Fluggesellschaft auf Anfrage. Konkrete Angaben macht das Unternehmen nicht. Für die täglichen Flüge ab Genf arbeitet die Swiss mit der israelischen El Al zusammen.

Billigflieger zieht

Seit vergangenem Dezember können Touristen auch mit dem britischen Billigflieger easyJet nach Tel-Aviv reisen. Arié Sidon, Angestellter eines Reisebüros in Tel-Aviv, macht denn auch die neuen Günstig-Angebote ab Genf als einer der Hauptgründe für den Zuwachs aus.

Das Interesse an der Schweiz ist aber kein Einzelfall: In den ersten vier Monaten von 2011 haben über eine Million Touristen das Land besucht, alleine im April waren es 300'000. «2011 könnte ein Rekordjahr werden», sagt Arié Sidon. 2010 lag die Zahl bei rund 3,45 Millionen Touristen. Doch zu früh freuen will sich Israel nicht. Vieles hänge mit der politischen Situation zusammen, sagt Stas Meseznikov, isrealischer Tourismusminister.

SDA/bru

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