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Versteckte Preiserhöhungen bei Coop und Migros

Wegen des baldigen Markteintritts des deutschen Discounters Lidl verkünden Migros und Coop lauthals Preisabschläge. Was die Grossverteiler jedoch verschweigen: Viele Markenprodukte sind teurer geworden.

Coop bestätigte gegenüber dem «Kassensturz», dass sich die Preise vieler Markenprodukte im letzten Jahr erhöht haben. Die Hersteller verlangen mehr für ihre Produkte, obwohl die Rohstoffpreise in den vergangenen Monaten deutlich gesunken sind. Ein Beispiel: Das Waschmittel Ariel kostet nach dem Preisabschlag zwar nur noch 9.95 Franken. Jedoch wurde der Inhalt Ende Oktober letzten Jahres von 1,5 auf 1,25 Liter reduziert – bei gleich bleibendem Preis.

Mengenreduktion aufgezwungen

Schuld an der «versteckten Preiserhöhung» sind laut Coop die Markenartikler. Der Detailhändler sagte, der Lieferant habe ihm diese Mengenreduktion aufgezwungen. Dies habe aber nichts mit der aktuellen Preisrunde zu tun. «Aufgrund der Rohstoffpreise haben sich verschiedene Preise erhöht. Wo es nicht abwendbar war, mussten wir das akzeptieren und höhere Einstandspreise bezahlen», erklärt Christian Guggisberg, Leiter Beschaffung von Coop, gegenüber der SF-Konsumsendung.

Denner und Coop wehren sich gegen diese Verteuerung und kritisieren die Lieferanten öffentlich: «Das sind völlig ungerechtfertigte Forderungen», findet Denner-Einkaufschef Hans-Rudolf Brauchbar. Und auch Ständerätin und Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz Simonetta Sommaruga hat kein Gehör für die Preiserhöhung: «Das ist sicher nicht der richtige Moment. Ausserdem verlangen viele internationale Konzerne von Schweizer Kunden immer noch wesentlich mehr als von ausländischen.»

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