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US-Wirtschaftsdaten schicken Börsen auf Talfahrt

Nach einer monatelangen Erholung ist die Arbeitslosenrate in den USA gestiegen. Die Anleger reagieren heftig auf die schlechte Nachricht.

Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich im Mai nicht so stark verbessert wie erwartet. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 9,1 von 9,0 Prozent im April, ausserdem wuchs die Zahl der Beschäftigten ausserhalb der Landwirtschaft nur um 54'000 – Analysten hatten für Mai ein Plus von 150'000 erwartet. Ausserdem korrigierte das Arbeitsministerium auch noch die Zahlen vom Vormonat: Statt 244'000 waren nur 232'000 neue Stellen entstanden. «Diese Zahlen sind schlimmer als das, was alle ausser ein paar wenigen Analysten erwartet haben», kommentiert die «Financial Times».

Die Börsen in Europa und die Wallstreet reagieren heftig auf die schlechte Nachricht aus Washington. Der Schweizer Aktienmarkt weitete am Freitagnachmittag im Anschluss an den Arbeitsmarktbericht aus den USA seine Verluste stark aus. Bis um 15 Uhr verlor der SMI 1,61 Prozent auf 6392,66 Punkte. Der DAX verlor 0,47 Prozent, der Dow Jones Industrial 0,34 Prozent. Zudem sind sowohl der US-Dollar als auch der Euro zum Franken unter Druck gekommen. Der Dollar rutschte zum Franken unter die Marke von 0,84 und notierte zum Berichtszeitpunkt auf 0,8385 Franken, der Euro kostete 1,2128 Franken nach Kursen von über 1,22 vor der Publikation.

Die Meldung ist eine weitere in einer Reihe von Hiobsbotschaften in dieser Woche. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die US-Privatwirtschaft im Mai nur 38'000 neue Stellen geschaffen hat. Ausserdem sind die Konsumausgaben – eine der wichtigsten Konjunkturstützen – im ersten Quartal zurückgegangen. Auch die Häuserpreise sind auf das Niveau von 2002 gefallen.

SDA/oku

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