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Unerwarteter Einbruch des SMI

Der SMI startete mit Gewinnen in den Handel. Doch am Nachmittag brach der Schweizer Aktienmarkt ganz plötzlich ein. Das sind die Gründe.

Der Schweizer Aktienmarkt hat heute an Wert eingebüsst. Der Leitindex SMI startete mit Gewinnen in den Handel. In der zweiten Tageshälfte verunsicherte die sich zuspitzende Krise in der Ukraine die Anleger, was auf die Aktienkurse und den SMI ins Minus drückte.

Händler begründeten den Rückgang mit Meldungen zu einem grossangelegten Militärmanöver Russlands an der Grenze zur Ukraine.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss den Handel mit einem Minus von 0,40 Prozent bei 8409,13 Punkten ab, nachdem der Index im frühen Geschäft bis auf 8472 Stellen hochgeklettert ist. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gab um 0,27 Prozent auf 8262,01 Zähler nach. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen je die Hälfte im Plus respektive im Minus.

Novartis im Rampenlicht

Novartis-Titel (-1,3 Prozent) standen am Berichtstag mit Quartalszahlen und den deutlichsten Abgaben unter den Blue Chips im Rampenlicht. Der Pharmakonzern verfehlte mit den Zahlen die Konsenserwartungen leicht, insgesamt wurde das Zwischenergebnis von Analysten jedoch zumeist als solid bewertet.

Enttäuscht hatte aber die Pharma-Division inklusive Senkung des Spitzenumsatzpotenzials für das Krebsmedikament Afinitor sowie die unverändert belassene Guidance für das laufende Rechnungsjahr. Die Roche-Genussscheine (-0,4 Prozent) drehten gegen Handelsende ins Minus und die defensiven Nestlé-Papiere gewannen 0,2 Prozent dazu.

Lonza auf der Gewinnerseite

In der zweiten Handelshälfte rutschten im SMI/SLI nebst den Roche-Papieren eine Reihe weiterer Titel auf die Verliererliste ab. Die Aktien des Pharmakonzerns Actelion (-1,7 Prozent), des Stellenvermittlers Adecco (-1,4 Prozent bzw. 1,00 Franken) oder des Zementherstellers Holcim (-0,8 Prozent) am stärksten nach.

Die Aktien von Adecco wurden allerdings vom Dividendenabgang in der Höhe von 2,00 Franken je Titel belastet. Bei Holcim wurden im Vorfeld des am Montag auf dem Programm stehenden Quartalsberichts Gewinne mitgenommen. Die Titel haben jedoch stark zugelegt, seit bekannt ist, dass der Zementkonzern mit dem Mitbewerber Lafarge zusammenspannt.

Auf der Gewinnerseite verteidigten die Titel von Lonza (3,4 Prozent) den Spitzenplatz bis zum Schluss. In einem «Business Update» bekräftigte der Lifesciencekonzern seine Geschäftsziele für das laufende Jahr und das Ergebnis im ersten Quartal fiel klar besser aus als vor Jahresfrist.

ABB profitiert von Gerüchten

Fester gingen etwa auch die Valoren des Ölbohrkonzerns Transocean (1,3 Prozent), des Logistikers Kühne Nagel (1,2 Prozent), des Bauchemie- und Klebstoffherstellers Sika (0,6 Prozent) oder im Finanzsektor Julius Bär und Swiss Re (je 0,5 Prozent) aus dem Handel.

Die Grossbanken-Papiere der UBS und der CS bewegten sich kaum. Jene des Elektrotechnikkonzerns ABB (0,6 Prozent) profitierten von Spekulationen um eine mögliche Übernahme der französischen Alstom durch den US-Konzern General Electric im Technologiesektor.

SDA/kle

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