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Tokio-Börse auf 15-Jahres-Hoch

Die Vorfreude auf eine baldige Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland katapultiert den Nikkei-Index in die Höhe.

Der höchste Nikkei-Stand seit dem Jahr 2000: Ein Händler vor der Tokioter Börse. (Archivbild)
Der höchste Nikkei-Stand seit dem Jahr 2000: Ein Händler vor der Tokioter Börse. (Archivbild)
Kiyoshi Ota, Keystone

Hoffnungen auf eine bevorstehende Lösung der griechischen Schuldenkrise haben die Tokioter Börse heute auf ein 15-Jahres-Hoch katapultiert. Der Nikkei der 225 führenden Werte legte bis zum Mittag um 1,4 Prozent auf 20'715 Punkte zu.

Im Vormittagshandel wurden zwischenzeitlich sogar 20'739 Zähler erreicht – der höchste Stand seit 2000. Der breiter gefasste Topix gewann um 1,5 Prozent auf 1672 Zähler. «Die Mehrheit der Marktteilnehmer handelt unter dem optimistischen Szenario, dass die Griechenland-Krise beendet werden kann», sagte Bank-Analyst Masahi Oda. «Auch ausländische Investoren kaufen wieder.»

Gefragt waren in Tokio vor allem Bank-Aktien, die angesichts der Griechenland-Krise in den vergangenen Wochen deutliche Abschläge hatten hinnehmen müssen und vielfach als unterbewertet galten. So legten die Papiere der Mitsubishi UFJ Financial Group um 2,5 Prozent zu.

Kurssprünge auch in Europa

Positive Reaktionen auf die jüngsten griechischen Sparvorschläge haben auch an den europäischen Börsen ein wahres Kursfeuerwerk entfacht: Die Börse in Athen schloss am Montag mit einem Plus von neun Prozent. In Frankfurt legte der DAX 3,81 Prozent zu, ebenso der französische Leitindex CAC 40. In Madrid schloss die Börse 3,87 Prozent höher als am Freitag, auch in Mailand wurde ein Plus von 3,46 Prozent erreicht.

Griechenland hatte erst in der Nacht zum Montag neue Vorschläge eingereicht, um mit den internationalen Geldgebern einen Kompromiss über die Auszahlung weiterer Milliardenkredite zu erzielen und die drohende Pleite noch abzuwenden. Ein Treffen der Euro-Finanzminister im Vorfeld des Eurozonen-Gipfels am Abend brachte zwar noch keinen Durchbruch, doch wurde das Angebot aus Athen überwiegend positiv bewertet.

Es seien «die ersten echten Vorschläge seit vielen Wochen», sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Montagabend in Brüssel. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem bezeichnete die Pläne als «willkommenen Schritt» und eine «Möglichkeit, eine Einigung später in dieser Woche zu erzielen».

Die Aussicht auf eine Abwendung der Griechenland-Pleite beflügelte auch die Börsen ausserhalb der Eurozone. Der Londoner FTSE 100 schloss mit einem Plus von 1,72 Prozent. Der Dow Jones in New York drehte zwischenzeitlich knapp einen Prozent nach oben, in Tokio stiegen die Kurse um 1,26 Prozent. Auch der Euro-Kurs legte leicht zu.

SDA/chk

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