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Sorgen in Japan drücken auf Wallstreet-Kurse

An der New Yorker Börse machten sich heute bei Handelsbeginn grosse Ängste über die Lage in Japan bemerkbar. Vor allem eine Firma ist von der Atomkrise direkt betroffen.

Börsianer fürchten Folgen des Bebens für die Weltwirtschaft: Händler am Montag an der Wallstreet.
Börsianer fürchten Folgen des Bebens für die Weltwirtschaft: Händler am Montag an der Wallstreet.

Die US-Aktienmärkte sind wegen der Sorgen über die katastrophale Lage in Japan am Montag mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index verlor im frühen Handel 0,4 Prozent auf 11'994 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,5 Prozent auf 1297 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq gab um 0,3 Prozent auf 2707 Punkte nach. «Der Fokus liegt klar auf Japan», sagte Peter Kenny von Knight Equity Markets. «Die Opferzahlen jagen einem Angst und Schrecken ein, zudem stellt sich die Frage, was es für die Wirtschaft bedeutet.»

Experten fürchten grössere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, nachdem ein Erdbeben und ein Tsunami weite Teile des Landes verwüstet und die schlimmste Atomkatastrophe seit 25 Jahren ausgelöst haben. «Das Erdbeben könnte weltwirtschaftlich grosse Folgen haben», sagte Andre Bakhos von Lek Securities. «Wenn man Japan schliesst, dann könnte das zu einer globalen Rezession führen», sagte der Experte. Japan ist die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt.

GE kooperiert mit japanischem Unternehmen

Zu den Werten, die wegen der Ereignisse in Japan im Fokus standen, zählten unter anderem General Electric. Der Mischkonzern kooperiert im Atombereich mit dem japanischen Unternehmen Hitachi. GE-Aktien sanken um mehr als zwei Prozent.

Auch die in den USA gehandelten Papiere japanischer Unternehmen gaben nach: So verloren die Aktien des weltgrössten Autoherstellers Toyota rund fünf Prozent. Wegen der Ereignisse steht die Produktion für mehrere Tage still. Uran-Unternehmen gehörten zu den grössten Verlierern an der New Yorker Börse mit Kursverlusten von über 20 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten dagegen die Titel des US- Chemiespezialisten Lubrizol. Grund: Der US-Starinvestor Warren Buffett übernimmt das Unternehmen für 9 Milliarden Dollar. Der Zukauf ist einer der grössten in der Geschichte seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway. Lubrizol-Aktien schnellten kurz nach Handelsbeginn in New York um 27 Prozent nach oben.

Der Tokioter Aktienmarkt war zuvor bereits um 6,2 Prozent regelrecht eingebrochen. Auch hierzulande sank die Schweizer Börse um gut ein halbes Prozent, während in Frankfurt der Index um über 1 Prozent Kurse nachgab. Die Euronext notierte ebenfalls im Minus.

SDA/oku

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