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Schweizer rennen Hotels die Türen ein

Ferien in der Schweiz werden unter Schweizern immer beliebter. Auch der Automarkt brummt. Betreffend Arbeitsmarkt herrscht aber mehrheitlich Pessimismus.

Im März sind die Hotelübernachtungen von Schweizern stark gestiegen. Das ist aber vor allem auf den frühen Zeitpunkt von Ostern zurückzuführen.
Im März sind die Hotelübernachtungen von Schweizern stark gestiegen. Das ist aber vor allem auf den frühen Zeitpunkt von Ostern zurückzuführen.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Im Zentrum von Zürich, direkt am See: Das Baur au Lac.
Im Zentrum von Zürich, direkt am See: Das Baur au Lac.
Keystone
Bereits 1896 eröffnet, mit Blick auf den See: Das Palace in St. Moritz.
Bereits 1896 eröffnet, mit Blick auf den See: Das Palace in St. Moritz.
Keystone
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Die Schweizer Bevölkerung entscheidet sich vermehrt für Ferien im Inland. Das hilft dem hiesigen Privatkonsum. In der Konsumentenumfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) beurteilen die Befragten die künftige Wirtschaftsentwicklung aber weiterhin als relativ verhalten

Auch die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen wird eher pessimistisch eingeschätzt. Der entsprechende Index ist im April leicht gesunken und liegt klar unter dem langjährigen Durchschnitt.

Starke Zunahme der Logiernächte

Trotzdem sehen die Ökonomen der Grossbank UBS nicht schwarz: Sie gehen davon aus, dass sich der Privatkonsum in der Schweiz weiter solide entwickelt, da er durch wichtige Treiber Unterstützung erhält.

So verzeichneten im März die Logiernächte inländischer Gäste mit rund 1,5 Millionen eine Zunahme von 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Zwar gilt es die starke Zunahme etwas zu relativieren, da das diesjährige Osterwochenende im Gegensatz zum Vorjahr auf den Monat März fiel. Die Monate Januar bis März zusammengenommen resultierte aber immer noch ein Anstieg von 2,3 Prozent zum Vorjahr.

Auch der Automarkt stimmt die Ökonomen zuversichtlich. Zwar ging die Immatrikulation von Neuwagen im April leicht zurück. Über die ersten vier Monate betrachtet, seien die Zahlen aber erfreulich und hielten sich auf konstant hohem Niveau, wie es in einer Mitteilung am Mittwoch heisst.

Indikator steigt

Die solide Nachfrage nach neuen Autos und Ferien in der Schweiz macht sich auch im UBS-Konsumindikator bemerkbar. Dessen Wert stieg im April von 1,40 Punkten im Vorjahr auf 1,47 Punkte.

Der Indikator zeigt mit einem Vorlauf von ein bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50 Prozent die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts.

Berechnet wird der Index aus folgenden sechs Grössen: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über die UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden.

SDA/rub

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