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Schweizer Börse holt 1.-August-Kursfeuerwerk nach

Fast zwei Prozent legte der Leitindex SMI der Schweizer Börse zu – ähnlich gut lief es an anderen Börsenplätzen Tags zuvor. Gefragt waren Finanzwerte – allen voran UBS – sowie konjunktursensitive Titel.

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag sehr fest geschlossen. Der hiesige Markt, der am Vortag wegen des 1. August-Feiertages geschlossen war, hat so die deutlichen Gewinne der internationalen Aktienmärkte nachgeholt.

Die fortgesetzte lockere Geldpolitik der Notenbanken beidseits des Atlantiks sowie gute Konjunkturdaten trieben die Märkte am Berichtstag an. Am Nachmittag drückten allerdings die Daten zur US-amerikanischen Wirtschaft – vor allem die Arbeitsmarktzahlen – die Aktienbörsen etwas.

Die US-Wirtschaft hatte im Juli deutlich weniger Arbeitsplätze als erwartet geschaffen. Deutlich schwächer als erwartet war ausserdem der Auftragseingang der Industrie im Juni gestiegen.

SMI knapp unter 8000 Punkten

Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 1,83 Prozent höher auf 7963,93 Punkten. Innerhalb Wochenfrist stieg der SMI um 2,1 Prozent. Der der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 1,76 Prozent auf 7528,90 Punkte.

Besonders stark zeigten sich Finanzwerte und konjunktursensitive Titel. Obenaus schwangen aber die Aktien des Biopharma-Unternehmens Actelion (+3,5 Prozent). Actelion unternimmt einen neuen Anlauf, um die Abhängigkeit vom Hauptumsatzträger Tracleer zu verringern.

Die Baselbieter wollen die US-Firma Ceptaris übernehmen, sofern deren Gel gegen eine seltene Hautkrankheit in den USA zugelassen wird. Actelion zahlt gemäss der Fusionsvereinbarung 25 Millionen Dollar sofort und 225 Millionen Dollar bei Abschluss der Transaktion. Analysten bewerten die Absicht grundsätzlich positiv.

Finanzwerte und Konjunktursensitive

Unter den Finanzwerten legten die Papiere der UBS (+3,5 Prozent) massiv zu, jene der Credit Suisse und Julius Bär (je +2,3 Prozent) avancierten ebenfalls überdurchschnittlich. Die CS hat einen weiteren Schritt in ihrer vor einem Jahr angekündigten Devestitionspolitik gemacht. Sie verkauft einen Teil ihres Private-Equity-Geschäftes an die Hedgefund-Gesellschaft Grosvenor.

Unter den konjunktursensitiven Werten erzielten die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch (+3,1 Prozent), des Logistikunternehmens Kühne Nagel (+3,0 Prozent), des Luxusgüterherstellers Richemont (+2,6 Prozent) und des Ölbohrkonzerns Transocean (+2,4 Prozent) die grössten Gewinne. Auch die Adecco-Titel legten mit 2,8 Prozent deutlich zu. Der Personalvermittler wird nächste Woche seine Halbjahreszahlen präsentieren.

Die Index-Schwergewichte Nestlé (+2,9 Prozent) schoben den SMI deutlich an. Der Nahrungsmittel-Multi wird ebenfalls nächste Woche den Halbjahresbericht präsentieren, wobei die Anfang Woche veröffentlichten Zahlen des Konkurrenten Danone einiges versprechen. Über den Geschäftsgang berichten nächste Woche aus dem SMI ausserdem der Telekomkonzern Swisscom (+0,9 Prozent) und der Rückversicherer Swiss Re (+1,4 Prozent).

Befürchtungen um Roche

Neuigkeiten gab es ausserdem von Novartis (+1,4 Prozent). Der Pharmakonzern hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine erweiterte Zulassung für seinen Meningokokken-Impfstoff Menveo erhalten. Bei den Papieren der Konkurrentin Roche (+0,3 Prozent) war die Erholung hingegen deutlich geringer. Das Papier war am Mittwoch stark unter Druck geraten, da es erneut Gerüchte gab, Roche wolle die US-Pharmafirma Alexion übernehmen. Marktteilnehmer fürchteten sich vor einer unfreundlichen Übernahme zu einem sehr hohen Preis.

Am Schluss der Tabelle rangierten neben den Aktien von Roche noch jene des Hörgeräteherstellers Sonova (+0,7 Prozent), des Elektrotechnik- und Automationskonzerns ABB (+1,0 Prozent) sowie des Saatgutherstellers Syngenta, des Industriekonzerns Sulzer und des Liftherstellers Schindler (je +1,1 Prozent).

SDA/rub

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