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Schwächeanfall des Euro

So tief stand die Gemeinschaftswährung zum Dollar seit November 2012 nicht mehr.

Die zuletzt wenig positiven Konjunkturprognosen zur Eurozone wirken sich auch auf die Entwicklung des Kurses aus. Noch im Mai stand der Euro auf knapp 1.40 pro Dollar. Heute, nach einem weiteren Schwächeanfall, sank er auf noch knapp 1.27 pro Dollar.

Der Devisenhandel reagierte damit auf die Verschlechterung der Stimmung in der deutschen Wirtschaft, dem Zugpferd in der Eurozone. Der am Mittwoch veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex war den fünften Monat in Folge gesunken. Gleichzeitig wartete der US-Immobilienmarkt mit soliden Daten auf.

Ein Marktbeobachter twitterte dazu:

Nichtsdestotrotz erwartet EZB-Chef Mario Draghi für die Eurozone im zweiten Halbjahr ein leichtes Wachstum. Die zahlreichen Krisenherde rund um den Globus könnten die Unternehmen jedoch belasten und auch auf die Stimmung der Konsumenten drücken, sagte Draghi am Mittwoch in einem Interview der litauischen Zeitung «Verslo Zinios».

Zuletzt stagnierte die Wirtschaft in der Eurozone bereits. Allerdings seien die gegenseitigen Sanktionen zwischen Russland und dem Westen als Folge des Ukrainekonflikts in ihren Auswirkungen begrenzt gewesen.

Draghi bekräftigte, es liege nun an den Regierungen der Euroländer, strukturelle Reformen umzusetzen und damit für Wachstum zu sorgen. Der Italiener wiederholte auch sein Versprechen, weitere geldpolitische Massnahmen zu ergreifen, sollte dies nötig werden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Kampf gegen die Wirtschaftsflaute und eine drohende Deflation bereits ihren Leitzins auf fast null Prozent gesenkt und zahlreiche unkonventionelle Mittel eingesetzt, unter anderem um die Kreditvergabe an Unternehmen zu unterstützen.

Nikkei schliesst auf höchstem Stand seit sieben Jahren

Grund zur Freude haben derzeit Investoren in Japan. Die Yen-Talfahrt und positive Vorgaben von der Wallstreet haben am Donnerstag für Kauflaune an der Tokioter Börse gesorgt.

Der Nikkei-Index beendete den Donnerstag-Handel mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 16'374 Punkte und damit auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren.

Andere asiatische Börsen konnten dagegen ihre Gewinne, die sie zu Handelsbeginn verzeichneten, nicht halten: Der MSCI-Index für die Region unter Ausschluss Japans sank um 0,5 Prozent.

Dies kommt vor allem Unternehmen mit Exportschwerpunkt zugute, weil sich mit einem billigeren Yen ihre im Ausland erzielten Gewinne stärker in den Büchern niederschlagen. Papiere von Toyota Motor verteuerten sich um fast zwei Prozent. Bei Sony betrug der Zuwachs 1,4 Prozent.

SDA/cpm

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