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«Schäuble liess sich vom Schweizer Pragmatismus anstecken»

Die Meinungen in Deutschland über den Steuerdeal sind gespalten: Die meisten Medien werten das Abkommen als Erfolg. Viele Fragen seien aber noch ungeklärt.

Die deutschen Medien werten den Steuerdeal mit der Schweiz mehrheitlich als Erfolg: Nun könnten Steuerflüchtige endlich zur Kasse gebeten werden. Das Abkommen werde die Zusammenarbeit der Schweiz und dem deutschen Fiskus deutlich verbessern, so der allgemeine Tenor.

Deutschland sei mit dem Abkommen jedoch noch nicht am Ziel angekommen. So kritisiert etwa die Frankfurter Allgemeine, dass die Bedingungen für die Amnestie und die Höhe der Abgeltungssteuer noch viel «zu vage» seien. So müsse «ferner ein Weg gefunden werden, wie bereits illegal in der Schweiz angelegtes Geld von Deutschen legalisiert werden kann,» schreibt die «Zeit».

Diplomatischer als Steinbrück

Einzelne Medien loben die diplomatischen Fähigkeiten von Finanzminister Schäuble: Er habe anders als sein Vorgänger Steinbrück bewiesen, dass er mit seiner weniger lautstarken Tour schneller zu Erfolgen bei den Nachbarn kommt, schreibt die «Welt». Die Zeitung weist damit auf Peer Steinbrücks umstrittenen Satz hin, den die Schweiz im März 2009 verärgerte: «Die Kavallerie in Fort Yuma muss nicht immer ausreiten, manchmal reicht es, wenn die Indianer wissen, dass sie da ist.» Diese Äusserung brachte dem damaligen Finanzminister den Übernamen «Peitschen Peer» ein.

Auch für Hans-Rudolf Merz finden die Medien mehrheitlich lobende Worte. Auch Deutschland ist nicht entgangen, dass der Schweizer Bundesrat in seiner Amtszeit schwer gebeutelt worden sei, sich jetzt aber mit diesem Abkommen nochmals rehabilitieren könne. Merz kann sich nun «als Retter des Schweizer Bankgeheimnisses feiern», schreibt etwas die «Süddeutsche».

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