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Satte Gewinne an der Wallstreet

Starke europäische Banken und gute Signale von der schwächelnden US- Wirtschaft: Die positive Konjunktur beflügelt die US-Börsen. Auch zuletzt viel gescholtene Konzerne dürfen wieder hoffen.

Die Industrie der weltgrössten Volkswirtschaft verlor im Juli zwar an Tempo, aber weniger stark als erwartet. Auch die Bauausgaben im Juni überraschten positiv. Zudem profitierten vor allem die Werte von Energie- und Rohstoffkonzernen vom schwachen Dollar. Dank dieser Stimuli knüpften Investoren an die im vergangenen Monat gestartete Rally an den Märkten an.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit Aufschlägen von knapp 2,0 Prozent auf 10'674 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 2,2 Prozent auf 1125 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,8 Prozent auf 2295 Punkte. Die Indizes schlossen auf ihren Zehn-Wochen-Hochs.

Daten weniger schlimm als erwartet

Der an den Finanzmärkten wichtige Konjunkturindex der US- Einkaufsmanager fiel im Juli zwar auf 55,5 von 56,2 Punkten im Vormonat. Damit notiert das Barometer so niedrig wie seit Dezember 2009 nicht mehr, jedoch hatten Experten mit einem Rückgang auf 54,1 Punkte gerechnet.

Auf der Unternehmensseite standen neben Energietiteln Finanzinstitute im Fokus. Die britische Grossbank HSBC und die französische BNP Paribas erwirtschaften im abgelaufenen Quartal trotz des schwächelnden Investmentbankings Milliardengewinne, dank geringerer Belastungen durch faule Kredite.

Das beflügelte die Kurse ihrer US-Konkurrenten: Die Aktien der Citigroup legten knapp 2,2 Prozent zu. Die Papiere der Bank of America profitierten zudem von einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Barron's: Die Zeitschrift sieht Chancen auf ein Kursplus, die Aktie stieg 2,9 Prozent.

Die Coca-Cola-Papiere profitierten ebenfalls von einem Barron's- Bericht, in dem ein Kursanstieg um mindestens zehn Prozent im kommenden Jahr für möglich gehalten wird. Die Aktien gewannen 2,4 Prozent.

Gefragte Öl-Aktien

Der jüngste Anstieg des Ölpreises über 81 Dollar je Barrel sowie der schwache Dollar kamen den Aktien der Energiefirmen zugute. Zudem sorgte die Ankündigung des Ölkonzerns BP, das Ölleck im Golf von Mexiko am Dienstag endgültig abzudichten, für Stimmung. So legten die Papiere des US-Ölkonzerns Exxon Mobil 3,8 Prozent zu.

Auf der Verkaufsliste der Börsianer standen hingegen die Aktien des Blackberry-Herstellers Research in Motion. Sie gaben 1,0 Prozent nach. Nach China wollen nun auch arabische Golfstaaten den Zugang zum Internet einschränken. Im Oktober sollen die Nutzer des Smartphones Blackberry vom weltweiten Netz abgehängt werden.

SDA/mrs

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