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Russen-Rating noch knapp über Ramschniveau

Will Moskau künftig Geld aufnehmen, muss die Kreml-Regierung noch mehr bezahlen. Standard & Poor’s hat den Daumen über Russland-Schulden gesenkt.

Hier dürfte man wenig erfreut sein über die Abstufung von Russlands Kreditwürdigkeit: Händler an der Moskauer Börse. (Archivbild, 2013)
Hier dürfte man wenig erfreut sein über die Abstufung von Russlands Kreditwürdigkeit: Händler an der Moskauer Börse. (Archivbild, 2013)
Reuters

Angesichts der Ukrainekrise hat die US-Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit Russlands um eine Stufe gesenkt. Die Bonität werde nun mit BBB- bewertet, teilte die Agentur am Freitag mit, das ist eine Stufe über Ramschniveau. Der Ausblick bleibe negativ. Weitere Herabstufungen könnte es also geben.

Standard & Poor’s begründete den Schritt mit dem enormen Kapitalabfluss aus Russland im ersten Quartal des Jahres 2014. Hintergrund sei die unsichere Lage angesichts der Spannungen mit dem Nachbarland Ukraine. Die «angespannte geopolitische Lage zwischen Russland und der Ukraine» könne nun einen zusätzlichen Abzug ausländischen Kapitals bedeuten, erklärte das Unternehmen.

Kommt es noch dicker?

Sollte Russland mit weiteren Sanktionen belegt werden, sei eine erneute Herabstufung der Kreditwürdigkeit ebenfalls möglich, hiess es. Wegen der Ukrainekrise haben die USA und die EU bereits erste Sanktionen gegen Russland verhängt.

Moskau hatte nach einem Referendum Mitte März die Halbinsel Krim in sein Staatsgebiet aufgenommen. Derzeit halten zudem in mehreren Städten im Osten der Ukraine prorussische Gruppen Verwaltungsgebäude besetzt. Das ukrainische Militär hatte jüngst einen Einsatz in der Region gestartet.

AFP/cpm

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