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Ölkatastrophe: Schäden von bis zu 100 Milliarden Dollar

Die prognostizierten Umwelt- und Wirtschaftsschäden nehmen eine neue Dimension an. Derweil hat die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit von BP herabgestuft.

Gigantische Kosten: Ein Aufräumarbeiter an der Küste Louisianas.
Gigantische Kosten: Ein Aufräumarbeiter an der Küste Louisianas.
Keystone

Der US-Bundesstaat Louisiana schätzt, dass sich die Umwelt- und Wirtschaftsschäden durch die Ölpest im Golf von Mexiko auf 40 bis 100 Milliarden Dollar belaufen könnten. BP will rund 20 Milliarden Dollar zur Bewältigung der grössten Umweltkatastrophe der US-Geschichte zur Verfügung stellen.

Der geplante Entschädigungsfonds sei zwar ein Anfang, sein Volumen von 20 Milliarden Dollar reiche aber vermutlich nicht aus, sagte Louisianas Schatzmeister John Kennedy am Donnerstag gegenüber Reuters Insider TV.

Der britische Energiekonzern hatte am Mittwoch auf Druck der US- Regierung zugestimmt, diese Summe in den Fonds einzuzahlen, mit dem unter anderem Aufräumarbeiten finanziert werden sollen.

Kreditwürdigkeit von BP herabgestuft

Die Rating-Agentur Standard & Poor's stufte am Donnerstag die Kreditwürdigkeit von BP um zwei Noten herunter. Das Unternehmen werde nunmehr mit A statt AA- bewertet, teilte die Agentur mit. Es sei noch immer äusserst ungewiss, welche Belastungen auf BP wegen der Ölpest im Golf von Mexiko zukämen, begründete S&P den Schritt.

Die Agentur schloss zugleich eine weitere Senkung der Bonität nicht aus, falls BPs Kosten für Aufräumarbeiten, Entschädigungen und Strafzahlungen steigen sollten. S&Ps Rivale Fitch hatte die Kreditwürdigkeit des Öl-Multis am Montag um sechs Noten auf BBB herabgestuft, zwei Stufen über Ramschstatus.

SDA/jak

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