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Nikkei im Aufwind

Die Börsen in Asien haben ins Plus gedreht, nachdem die Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten (G-7) eine Intervention zugunsten des japanischen Yens angekündigt hat.

In Tokio legte der Nikkei-Index 3,2 Prozent oder 285,81 Punkte auf 9.248,48 zu. Leichte Gewinne notierten auch die Börsen in Hongkong und Seoul.

Die Börse in Tokio hatte am Montag und Dienstag infolge von Erdbeben, Tsunami und Atomkrise einen Kurssturz von 16 Prozent erlitten, während der Yen auf den höchsten Stand gegen den Dollar seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kletterte. Die G-7 beschloss auf einer Krisensitzung in Washington, am Freitag zugunsten der japanischen Exportwirtschaft gegenüber dem Yen zu intervenieren. Zuletzt hat sie eine derartige konzertierte Aktion im Herbst 2000 gestartet.

Die japanische Regierung hatte eine Intervention angekündigt, wollte aber nicht bestätigen, ob diese erfolgt sei. Der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda sagte, die geplante Intervention solle die «Volatilität» am Markt beruhigen. Die G-7 strebe keinen bestimmten Wechselkurs für den Yen an.

In einer gemeinsamen Erklärung der G-7 hiess es, die Europäische Zentralbank, die USA, Grossbritannien und Kanada würden sich am (heutigen) Freitag an einer «konzertierten Intervention» auf den Devisenmärkten beteiligen.

Tatsächlich stieg der Kurs des Dollars gegenüber dem Yen zum Börsenbeginn in Tokio. Zu Beginn des Handelstages am Freitag kostete ein Dollar 81,80 Yen - bei Börsenschluss am Donnerstag waren es noch 79,45 Yen gewesen.

Ziel ist ein schwächerer Yen, damit sich japanische Exporte verbilligen. Den Anstieg des Yens erklärten Experten mit der Erwartung, dass Japan Geld aus dem Ausland zurückzieht, um damit dem Wiederaufbau zu bezahlen. Auch Versicherungen zögen Geld aus dem Ausland ab.

dapd/148,rd/kd/ddu

dapd

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