Zum Hauptinhalt springen

Neuigkeiten aus Japan geben Schweizer Börse Auftrieb

Der Schweizer Aktienmarkt hat die neue Woche mit sehr festen Notierungen in Angriff genommen. Angeführt von den Finanzwerten und den zyklischen Aktientiteln gab es Gewinne auf breiter Front.

Gestützt wurde die Aktienbörse vom Hoffnungsschimmer auf die Abwendung eines atomaren Super-GAU in Japan. Nach einer möglicherweise etwas übertriebenen Kursreaktion in der Vorwoche sei der Markt erst einmal zur Ruhe gekommen, kommentierten Marktteilnehmer. Der mittlerweile international und auf militärischer Ebene ausgetragene Konflikt in Libyen sei jedoch ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor, hiess es.

Der Swiss Market Index (SMI) rückte heute um 2,06 Prozent auf 6223,91 Punkte vor. Der breite Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) legte um 2,01 Prozent auf 5659,92 Zähler zu.

Die Aktien der Luxusgüterkonzerne Richemont (3,2 Prozent) und Swatch (3,3 Prozent) erholten sich markant und profitierten von starken Zahlen der US-Juwelierkette Tiffany. In der vergangenen Woche hatten die Kurse der beiden Konzerne stark unter der Katastrophe in Japan gelitten.

Zyklische Titel im Aufwind

Im Aufwind befanden sich auch andere zyklische Aktien wie jene des Warenprüfers SGS ( 4,3 Prozent), des Computerzubehörherstellers Logitech ( 3,6 Prozent) und des Logistikers Kühne Nagel ( 3,4 Prozent).

Swiss Re (1,7 Prozent) erholten sich ebenfalls deutlich. Die vom Rückversicherer vor Steuern auf 1,2 Milliarden Dollar geschätzte Schadenbelastung für die Erdbebenkatastrophe in Japan lag am unteren Ende der von Analysten erwarteten Bandbreite.

Stark zulegen konnten Finanzwerte wie die Aktien der Grossbanken Credit Suisse (2,0 Prozent) und UBS (2,9 Prozent) oder jene des Versicherers ZFS (2,6 Prozent). Ein hohes Plus verzeichnete auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (2,5 Prozent).

Sonova verliert über 3 Prozent

Einziger Verlierer unter den gewichtigeren Titeln waren die Aktien des Hörgeräteherstellers Sonova (-3,4 Prozent). Die mit der Gewinnwarnung in der Vorwoche erlittenen massiven Verluste wurden damit noch einmal ausgebaut. Die Verdachtsmomente um mögliche Insider-Geschäfte wurden in der Wochenendpresse weiter diskutiert, was das Sentiment für das Papier erneut belastet habe, sagten Händler.

SDA/pbe

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch