Zum Hauptinhalt springen

Märkte fürchten den Shutdown

Stürzt jetzt die italienische Regierung? Sind die USA bald pleite? Zwei Schwergewichte der Weltwirtschaft wanken – und mit ihnen die Finanzmärkte. Der SMI schliesst schwach.

Die Nervosität an den internationalen Finanzmärkten dürfte wieder zunehmen: Passant an der Tokioter Börse. (Archiv)
Die Nervosität an den internationalen Finanzmärkten dürfte wieder zunehmen: Passant an der Tokioter Börse. (Archiv)
Keystone
Augen zu und durch: Silvio Berlusconi. (Archiv)
Augen zu und durch: Silvio Berlusconi. (Archiv)
Keystone
Und wie reagieren die US-Märkte am Nachmittag auf die Budgetdebatte in Washington? Händler an der NYSE. (Archiv)
Und wie reagieren die US-Märkte am Nachmittag auf die Budgetdebatte in Washington? Händler an der NYSE. (Archiv)
Keystone
1 / 3

Düstere Aussichten im US-Haushaltsstreit haben die Wall Street belastet. Börsianer gingen nicht davon aus, dass Demokraten und Republikaner in den wenigen verbleibenden Stunden noch einen Kompromiss erzielen würden.

Dies war nur bis Mitternacht möglich, das Haushaltsjahr lief am Montag ab. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Tagesverlauf zwischen einem Hoch von 15'249 und einem Tief von 15'086 Punkten. Er beendete den Handel mit einem Minus von 0,9 Prozent auf einem Stand von 15'129 Punkten.

Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,6 Prozent auf 1681 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büsste 0,3 Prozent auf 3771 Punkte ein. Auf Monatssicht ging es für den Dow aber 2,2, für den S&P drei und für die Nasdaq 5,1 Prozent aufwärts. Der Quartalsgewinn der Nasdaq fiel mit 10,8 Prozent so hoch aus wie zuletzt im ersten Vierteljahr 2012.

SMI schliesst schwach

Auch der Schweizer Aktienmarkt hat wegen der USA auf breiter Front schwach geschlossen. Der Leitindex SMI startete bereits am Morgen nach negativen Vorgaben aus Übersee im Minus und bewegte sich bis zum Schluss in einem Handelsband von knapp 40 Punkten.

Daneben verunsicherte die politische Lage in Italien. Der Swiss Market Index (SMI) verlor bis zum Handelsende 0,40 Prozent auf 8022,60 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gab um 0,39 Prozent auf 7611,23 Zähler nach. Von den 30 wichtigsten Titeln standen zum Schluss 22 im Minus, 6 im Plus und zwei unverändert.

Die grössten Kursverluste erlitten mit Kühne Nagel (-1,9 Prozent), Sika (-1,6 Prozent) und Syngenta (-1,4 Prozent) zyklische Papiere.

Die ebenfalls konjunktursensitiven Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Richemont (-1,2 Prozent) und Swatch (-0,7 Prozent) lagen nach schwachen Konjunkturdaten aus China im Angebot.

Arg gebeutelt wurde angesichts der Streitigkeiten um den US-Haushalt sowie den politischen Unsicherheiten im hochverschuldeten Italien der Finanzsektor. Die grössten Verluste verzeichneten in dem Segment die beiden Assekuranzwerte Swiss Life (-1,7 Prozent) und Swiss Re (-1,5 Prozent).

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch