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Madoff-Sohn begeht Selbstmord – am Jahrestag des Geständnisses

Ein Sohn des verurteilten Milliardenbetrügers Bernard Madoff hat laut US-Medienberichten Selbstmord begangen – exakt zwei Jahre, nachdem der Vater die beiden Söhne über den Betrug informiert hatte.

Schicksalsträchtiger Tag: Vor genau zwei Jahren hatte Madoff den Betrug seinen beiden Söhnen offenbart – jetzt ist der eine tot.
Schicksalsträchtiger Tag: Vor genau zwei Jahren hatte Madoff den Betrug seinen beiden Söhnen offenbart – jetzt ist der eine tot.
Keystone

Der 45-jährige Mark Madoff sei erhängt in seiner New Yorker Wohnung aufgefunden worden, berichteten unter anderem die «New York Post» und der Sender «NBC New York» unter Berufung auf Polizeikreise. Vor genau zwei Jahren hatte Madoff den Betrug seinen beiden Söhnen offenbart und war auf deren Hinweis hin festgenommen worden.

Mark Madoff sei von seinem Schwiegervater tot aufgefunden worden, schrieb die «New York Post» in der Samstagsausgabe. Mit in seiner Wohnung sei auch sein zweijähriges Kind gewesen. Seine Frau sei gerade mit einem weiteren Kind des Paares in Florida.

Die Söhne wussten von nichts

Die beiden Madoff-Söhne Mark und Andrew hatten zwar in der Firma ihres Vaters gearbeitet, sollen aber von dem gewaltigen Schneeball-System keine Ahnung gehabt haben. Gegen sie wurde nicht ermittelt. Allerdings wurden sie von dem Insolvenzverwalter verklagt, der versucht, Geld für Madoffs Opfer zu sammeln.

Madoffs Firma hatte auf dem Papier ein Volumen von mehr als 60 Milliarden Dollar - tatsächlich war jedoch kaum etwas da, weil der Finanzier die Gewinner früherer Kunden einfach mit den Investitionen der nächsten Anleger bezahlt hatte.

Nach jüngsten Schätzungen soll Madoff über Jahre rund 20 Milliarden Dollar an Investorengeldern eingesammelt. Es war der grösste Wirtschaftsbetrug der Geschichte. Der 72-Jährige wurde zu 150 Jahren Haft verurteilt und sitzt im Gefängnis.

SDA/pbe

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