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«Lieber etwas mehr Inflation als einen Kollaps»

Wirtschaftsprofessor Thomas Straubhaar begrüsst die Abkehr der Europäischen Zentralbank von einer einseitigen Geldpolitik nach deutschem Vorbild. Die Massnahmen wären auch für die Schweiz gut.

«Wirkung auf die Schweiz»: Die Europäische Zentralbank in Frankfurt. (Archivbild)
«Wirkung auf die Schweiz»: Die Europäische Zentralbank in Frankfurt. (Archivbild)
AFP

Welche Auswirkungen haben die von der Europäischen Zentralbank EZB gestern angekündigten Massnahmen auf die Schweiz? Grössere, als viele denken. Seit der Anbindung des Frankens an den Euro seit genau einem Jahr wird die Schweizer Geldpolitik nicht mehr in Bern, sondern in Frankfurt gemacht. Das heisst, alles, was in Frankfurt passiert, ist in hohem Masse relevant für die Schweiz. Was EZB-Präsident Mario Draghi gestern angekündigt hat, schlägt also viel direkter auf die Schweiz durch. Die Schweiz kann sich von der europäischen Geldpolitik nicht mehr abkoppeln, weil durch die fixe Anbindung des Frankens an den Euro eine starre Achse entstanden ist, die jede Bewegung direkt überträgt.

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