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Kims Atom-Drohung beendet Frankenschwäche

Der Schweizer Aktienmarkt lässt mächtig Federn, und der Franken verzeichnet den grössten Tagesgewinn seit der Aufhebung der Euro-Untergrenze.

Zwei Prozent aufwärts in wenigen Stunden: Franken-Kurs in Euro. (Screenshot 9. August 2017: «Finanz und Wirtschaft»)
Zwei Prozent aufwärts in wenigen Stunden: Franken-Kurs in Euro. (Screenshot 9. August 2017: «Finanz und Wirtschaft»)

Die Finanzmärkte reagieren sensibel auf das immer lautere Säbelrasseln zwischen Nordkorea und den USA. Der Leitindex der Schweizer Börse notierte kurz vor dem Mittag nur noch knapp über 9000 Punkten rund 1,5 Prozent im Minus gegenüber dem Vortagesschluss.

Auch andere europäische Aktienmärkte verzeichnen Verluste. In Frankfurt notiert der DAX 1,3 Prozent tiefer, der CAC 40 in Paris verliert 1,8 Prozent, und der FTSE 100 in London büsst 0,9 Prozent ein.

Zuvor haben die wachsenden Spannungen im Nordkorea-Konflikt schon die asiatischen Aktienmärkte belastet. Die Anleger seien verunsichert und zögen sich aus Aktien zurück, um sicherere Anlagehäfen anzusteuern, sagte ein Analyst von Sony Financial Holdings.

2-prozentige Aufwertung

Das hat vorerst auch die Frankenschwäche beendet. In der Nacht fiel der Kurs gegenüber dem Euro auf bis zu 1,1331 Franken zurück. Am frühen Morgen setzte erst eine leichte Gegenbewegung ein, kurz vor 10 Uhr ging es weiter bergab. Am Mittag stand der Euro bei 1.1325 Franken. Zwischenzeitlich hatte er gar die Marke von 1.13 nach unten durchbrochen.

Euro-Kurs in Franken von Mitternacht bis Mittag am 9. August 2017. (Screenshot: «Finanz und Wirtschaft»)
Euro-Kurs in Franken von Mitternacht bis Mittag am 9. August 2017. (Screenshot: «Finanz und Wirtschaft»)

Seit Dienstagnachmittag hat der Franken zum Euro damit rund 2 Prozent an Wert gewonnen. Noch vor einigen Tagen pendelte der Kurs um 1.15. Der Schweizer Franken legte auch zum Dollar zu. Am Mittag kostete ein Dollar nur noch etwa 0,9640 Franken.

Verbaler Schlagabtausch

US-Präsident Donald Trump hatte die Führung in Pyongyang für den Fall weiterer Provokationen vor «Feuer und Zorn» und einer Reaktion, wie sie die Welt noch nicht gesehen habe, gedroht. Wenige Stunden später drohte Nordkorea seinerseits den Vereinigten Staaten mit einem Präventivschlag und mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam.

In Tokio verlor der japanische Leitindex Nikkei bis zum Mittag 1,3 Prozent und gab auf 19'739 Punkte nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ohne Japan rutschte 0,5 Prozent ab. Auch die chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen sowie die Märkte in Hongkong und im südkoreanischen Seoul gaben nach.

SDA/rub

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