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Griechenlands Sonderpapiere sind Ladenhüter

Mit einer neuen Anleihe wollte sich Athen neues Geld in die Kasse holen. Doch die Aktion ist gescheitert.

Zähe Suche nach Kapital: Die griechische Zentralbank am 26. März.
Zähe Suche nach Kapital: Die griechische Zentralbank am 26. März.
Keystone

Der Weg zum benötigten Kapital ist lang. Erst vor wenigen Wochen meldete Griechenland eine gute Nachfrage für seine Staatsanleihen. Jetzt hat sich das Land mit der Aufstockung einer Anleihe jedoch nur 390 Millionen Euro besorgen können. Das hochverschuldete Land wollte mit der Sonderauktion eigentlich bis zu einer Milliarde Euro lösen.

Wie die staatliche Schuldenagentur PDMA am Dienstag in Athen mitteilte, ist die Anleihe mit einer Restlaufzeit von zwölf Jahren bis 22. Oktober 2022 mit einem Zins-Kupon von 5,90 Prozent ausgestattet.

Mit letzter Aktion erfolgreich

Erst am Vortag hatte sich Athen mit einer siebenjährigen Anleihe auf dem Kapitalmarkt zurückgemeldet und fünf Milliarden Euro eingesammelt. Das Interesse der Anleger war dabei allerdings laut Experten nicht ganz so hoch wie bei den vor wenigen Wochen untergebrachten Titeln. Erst vor wenigen Wochen hatte das Euro-Land erfolgreich eine Anleihe am Markt platziert. Griechenland braucht dringend frisches Geld, um eine Staatspleite abzuwenden.

Mit der Einigung der Euro-Staaten vergangene Woche auf einen Notfallplan für Griechenland waren die Risikoaufschläge des Landes etwas gesunken. Dies erleichtert die dringend benötigte Kreditaufnahme.

Der Hilfsplan sieht vor, dass Milliarden-Kredite notfalls von den Euro-Ländern sowie vom Internationalen Währungsfonds IWF kommen. Allein bis Ende Mai muss Griechenland laut Experten etwa 20 Milliarden Euro an Staatsschulden refinanzieren, bis Jahresende werden demnach insgesamt 55 Milliarden Euro gebraucht.

(SDA)

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