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George Orwell im Kuhstall

Das Bankgeschäft komme der Massentierhaltung nahe, schreibt Privatbankier Konrad Hummler. Kunden würden mit suboptimaler Nahrung abgefertigt. Ein Vorabdruck.

Moderne Tierhaltung als Metapher fürs Banking: Kälber trinken die von den Muttertieren gemolkene Milch aus Plastikbehältern
Moderne Tierhaltung als Metapher fürs Banking: Kälber trinken die von den Muttertieren gemolkene Milch aus Plastikbehältern
Keystone

Die moderne, computergestützte Rindviehhaltung sieht eine mittels Sonden erhobene Auswertung des Milchflusses jeder einzelnen Kuh während der ganzen Melkdauer vor. Aufgrund der eingelesenen Werte kann das Fütterungsprogramm, gegebenenfalls auch die Medikamentierung durch den Tierarzt, auf individueller Basis erstellt werden. Jede Kuh erhält massgeschneidert genau das Futter genau zu dem Zeitpunkt in genau der Menge, die sich für die Milch- und Fleischproduktion als optimal erweist. Das mag im Hinblick auf die Notwendigkeit, dass künftig noch mehr Leute auf dieser Welt mit Proteinen versorgt werden müssen, durchaus vernünftig sein. Man schätzt sich aber doch glücklich, keine Kuh zu sein. Weshalb?

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