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Gates und Buffett rufen Chinas Milliardäre zum Spenden auf

Bill Gates und Warren Buffett haben in Peking rund 50 Superreiche zum Spendendinner geladen. Viele haben jedoch gezögert, die Einladung anzunehmen.

Ein herzlicher Empfang: Bill Gates und Warren Buffett in Peking.
Ein herzlicher Empfang: Bill Gates und Warren Buffett in Peking.
Keystone

Microsoft-Gründer Bill Gates und Grossinvestor Warren Buffett hatten für Mittwoch zum Spendendinner in Peking geladen - die Reaktionen im Reich der Mitte blieben allerdings bis zuletzt verhalten. Rund 50 Superreiche standen auf der Gästeliste, wieviele kamen, blieb zunächst ein Geheimnis. Gates betonte vor Beginn des Abendessens, niemand werde zu milden Gaben gezwungen: «Wir freuen uns auf eine Diskussion über Wohltätigkeit.»

In China leben laut Forbes-Magazin derzeit 64 Dollar-Milliardäre, und ihre Zahl wächst. Das Land liegt bereits auf Rang zwei hinter den USA. Gates und Buffett, die zu den reichsten Menschen der Welt gehören, hatten im Juni die Gruppe The Giving Pledge (Das Spenden-Versprechen) gegründet. Nur sechs Wochen später erklärten sich 40 US-Milliardäre bereit, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Der Schritt hatte auch in Deutschland eine Debatte über die Spendenbereitschaft Wohlhabender ausgelöst.

Die Angst der Chinesen

In China hingegen sei das Spenden nicht «sehr beliebt», konstatierte jüngst die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Milliardäre des Landes hätten daher gezögert, die Einladung von Gates und Buffett anzunehmen, weil sie fürchteten, sie würden bei dem Dinner zu Spenden gezwungen.

Nur wenige geladene Gäste wurden vor dem Dinner überhaupt bekannt. Die Zeitung «Global Times» berichtete, zwei Spitzenmanager des Baukonzerns Soho seien darunter, auch der Gründer einer grossen Molkerei. Der chinesische Filmstar Jet Li bestätigte, er werde Gates und Buffett vor dem Dinner treffen.

«Es geht nicht immer nur um Geld»

Laut der Zeitung «Bejing News» sollte parallel zur Spendengala für die Superreichen auch ein Dinner für «gewöhnliche Leute» stattfinden. Buffetts Sohn Peter sagte Xinhua, er hoffe, die Chinesen würden ihre eigenen Schlüsse über die Rolle der Wohltätigkeit in ihrer Gesellschaft ziehen. «Es geht nicht immer nur um Geld. Es geht vor allem auch darum, darüber zu reden, um andere mitzuziehen.»

AFP/jak

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