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Frankenschock treibt Anleger in Immobilien

Wo gibt es für Investoren überhaupt noch Rendite? Mit den Negativzinsen erhält diese Frage noch mehr Brisanz. Eine CS-Studie zeigt auf den Immo-Markt.

Dient vielen Anlegern auch als Renditeobjekt: Wohnsiedlung im Kanton Bern.
Dient vielen Anlegern auch als Renditeobjekt: Wohnsiedlung im Kanton Bern.
Keystone

Die Frankenaufwertung treibt Anleger erst recht dazu, Geld in Immobilien zu stecken. Das Interesse an Immobilienanlagen wird daher weiter zunehmen. Zu diesem Schluss kommen die Autoren einer Studie zum Immobilienmarkt.

Die Renditedifferenzen zwischen Immobilienanlagen und alternativen Anlagen nach der erneuten Zinssenkung der Nationalbank seien auf rekordverdächtigem Niveau, heisst es in der Studie «Immobilienmarkt 2015 – Strukturen und Perspektiven» der Grossbank Credit Suisse. Zudem flüchten Anleger aus Angst vor Negativzinsen in Immobilienanlagen.

Paradox? Nachfrage sinkt, Preise steigen

Der Frankenschock trifft die Immobilienbranche aber auch unmittelbar an der Front: Die Unternehmen wollen beispielsweise Raumkosten sparen, die Nachfrage nach Mietflächen wird daher zurückgehen. Dennoch steigen die Preise der Immobilien durch das Renditegefälle vorerst weiter.

Bei den Geschäftsflächen gibt es grosse Unterschiede: Teure Standorte wie etwa die Zürcher Bahnhofstrasse bleiben gefragt, während sich die Nachfrage abseits der Zentren flau entwickelt. Bei den Verkaufsflächen haben es Standorte in der Nähe der Grenzen besonders schwer.

4000 neue leere Mietwohnungen

«Das Geschäftsumfeld im Detailhandel, um das es ohnehin schon besser bestellt war, wird sich infolge des Aufwertungsschocks weiter eintrüben», heisst es in dem Bericht.

Bei den Mietwohnungen rechnen die Autoren der Studie 2015 mit einer erneuten kräftigen Zunahme der Leerstände um rund 4000 Mietwohnungen. Der Mieterwohnungsmarkt bewege sich in Richtung eines Überangebots und dürfte langsam zum Mietermarkt mutieren.

SDA

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