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EZB setzt Anleihenkäufe fort – 12 Milliarden Euro in einer Woche

Die Europäische Zentralbank hat in der vergangenen Woche ihre Anleihenkäufe im grossen Stil vorangetrieben. Vor der Ferienzeit will EZB-Chef Mario Draghi die Käufe forcieren.

Mit der Geldflut die Kreditvergabe der Banken anschieben: Die EZB in Frankfurt.
Mit der Geldflut die Kreditvergabe der Banken anschieben: Die EZB in Frankfurt.
BORIS ROESSLER, Keystone

Die obersten Eurowächter erwarben seit Beginn des Programms am 9. März öffentliche Schuldtitel für insgesamt 182,2 Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag mitteilte. In der Zahl sind bis zum 19. Juni abgewickelte Käufe aufgeführt. Damit liegen 12 Milliarden Euro mehr im EZB-Portfolio als in der Woche zuvor.

Die Zentralbank und die nationalen Notenbanken der Euroländer wollen pro Monat im Schnitt Wertpapiere im Umfang von etwa 60 Milliarden Euro erwerben. Dazu zählen neben Staatsbonds auch Pfandbriefe («Covered Bonds») und Hypothekenpapiere («ABS»). Bis mindestens September 2016 soll das Programm laufen. Insgesamt ist ein Kaufvolumen von 1,14 Billionen Euro geplant.

Vor der Ferienzeit will EZB-Chef Mario Draghi die Käufe forcieren – entsprechend sollen im Juli und August dann weniger Wertpapiere erworben werden. Die EZB will mit der Geldflut die Kreditvergabe der Banken anschieben, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Auch soll die aktuell sehr niedrige Inflation befeuert werden.

SDA/kko

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