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Europäische Zentralbank kauft immer weniger Staatsanleihen

Die Europäische Zentralbank fährt ihre im Mai begonnenen Interventionen am Markt für Staatsanleihen weiter zurück. Ein neuer Trend zeichnet sich ab.

Die Tendenz, weniger Staatsanleihen zu kaufen, zeichne sich ab: Jean-Claude Trichet, Präsident der EZB am 8. Juli.
Die Tendenz, weniger Staatsanleihen zu kaufen, zeichne sich ab: Jean-Claude Trichet, Präsident der EZB am 8. Juli.
Reuters

Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag mitteilte, kaufte sie in der zurückliegenden Woche Staatspapiere im Gesamtwert von einer Milliarde Euro. In den Vorwochen waren es jeweils vier Milliarden gewesen. Zu Beginn des umstrittenen Programms, bei dem die EZB erstmals in ihrer Geschichte Papiere eines Euro-Landes erwarb, waren es binnen einer Woche noch 16,5 Milliarden gewesen.

Die EZB hatte auf dem bisherigen Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise Anfang Mai damit begonnen, Papiere von Problemländern wie Griechenland und Portugal zu kaufen. Sie stützt damit diese Staaten.

Andere Staatsbanken haben weit mehr investiert

Seit Beginn des Programms hat die EZB für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen gekauft. Im Vergleich zu anderen Notenbanken ist das relativ wenig. So hatte die US-Zentralbank Federal Reserve nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers auf dem Höhepunkt der Finanzkrise damit begonnen US-Treasuries für 200 Milliarden Dollar zu kaufen.

Die Bank von England kaufte für 200 Milliarden Pfund britische Gilts. Den beiden Notenbanken in Washington und London ging es bei ihren Programmen im Gegensatz zur EZB allerdings darum, die Liquidität im Finanzsystem generell zu erhöhen und damit eine Ausbreitung der Krise zu stoppen.

SDA/mt

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