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Euro sackt auf Tiefstand ab

Die Sorge um Spanien und die anderen Krisenländer der Eurozone drückt auf die Märkte durch wie kaum je zuvor: Die Einheitswährung sinkt gegenüber dem Dollar auf ein Zwei-Jahres-Tief.

Angesichts der Verunsicherung durch die Bankenkrise in Spanien ist der Kurs des Euro heute Mittwoch auf seinen tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gerutscht. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung sank auf weniger als 1,24 Dollar ab.

Der Euro notierte damit gegenüber dem Dollar so niedrig wie seit dem 6. Juli 2010 nicht mehr. Die Kurse an den Aktienmärkten gaben nach aus Sorge, Spanien könne wegen seiner Bankenkrise nach Griechenland, Irland und Portugal ebenfalls auf europäische Hilfen angewiesen sein. Die Zinsen für spanische Staatsanleihen näherten sich einem Rekordniveau.

Bedenken zu Spanien

Spanien will versuchen, den unter einer geplatzten Immobilien- und Kreditblase leidenden Bankensektor mit Milliardenhilfen zu stützen. Fraglich ist aber, ob Madrid dies aus eigener Kraft schultern kann oder unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen muss. Aufgrund leerer öffentlicher Kassen, der lahmenden Konjunktur sowie hoher Arbeitslosigkeit scheinen die Bedenken berechtigt.

Inmitten der prekären Lage wollte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos noch heute zu einem Gespräch mit dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble in Berlin zusammenkommen. Nach Angaben des deutschen Finanzministeriums handelt es sich um ein informelles Treffen, die es «hin und wieder unter Kollegen» gebe. Zum Inhalt soll es keine Stellungnahme geben.

SDA/ami

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