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Euro auf Talfahrt, Portugal droht weitere Abstufung

Die Märkte reagieren empfindlich auf die neusten Entwicklungen. Der Euro-Kurs bricht nach gewaltsamen Protesten in Athen weiter ein. Auch die Börsen verzeichnen einen weiteren negativen Tag.

Keine Freude an der neusten Entwicklung: Händler an der Madrider Börse beobachten das Geschehen.
Keine Freude an der neusten Entwicklung: Händler an der Madrider Börse beobachten das Geschehen.
Reuters

Unter dem Eindruck eskalierender gewaltsamer Proteste gegen das Sanierungsprogramm des hoch verschuldeten Griechenlands ist der Kurs des Euro am Mittwoch erneut gesunken. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am frühen Nachmittag 1,2830 Dollar. Das war der niedrigste Wert seit dem 12. März des vergangenen Jahres. Die Haushaltskrise Griechenlands und die wochenlangen Diskussionen um internationale Hilfe für das Land lassen den Kurs des Euros seit langem stetig sinken.

Zu dem Absinken des Kurses am Mittwoch trug zudem die Ankündigung der Ratingagentur Moody's bei, innerhalb der kommenden Monate möglicherweise die Kreditwürdigkeit Portugals herabzustufen. Geprüft werde sogar eine Abwertung von derzeit Aa2 um zwei Stufen. In der vergangenen Woche hatte bereits die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit von Portugal schlechter beurteilt, und damit die Stabilität der Euro-Zone weiter ins Wanken gebracht. Portugal gilt neben Griechenland, Spanien und Irland als haushaltspolitisches Sorgenkind der Europäischen Union.

Börsen in Spanien und Portugal brechen ein

Wie andere Wertpapiere werden auch Staatsanleihen von den Ratingagenturen bewertet. Ihre Empfehlungen sind ein wichtiges Signal für die Kreditwürdigkeit eines Landes. Bei unsoliden Finanzen verlangen die Märkte von den Staaten höhere Zinsen für die Kredite - sozusagen als Preis für das erhöhte Ausfallrisiko. Das Schuldenmachen ist für den betroffenen Staat dann teurer.

Die Börse in Lissabon brach als Reaktion auf die Warnung von Moody's um 2,3 Prozent ein. Auch der Handelsplatz in der spanischen Hauptstadt Madrid verzeichnete ein Minus von mehr als drei Prozent. In Athen brachen die Börsenkurs sogar um 5,4 Prozent ein. In Griechenland ist die Börse in Athen am Mittwoch eingebrochen: Der Handelsplatz in der griechischen Hauptstadt schloss am Nachmittag mit einem Minus von 3,9 Prozent.

ap/afp/cpm

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