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«Es besteht das Risiko, dass etwas Gravierendes passiert»

Der US-Investmentspezialist Jeffrey Gundlach sieht die Geldschwemme durch die Notenbanken nicht als positiven Entscheid an. Er glaubt sogar, dass der Welt ein grösserer Umbruch bevorstehe.

Prophezeit dem Euro eine düstere Prognose: Der amerikanische Investmentspezialist Jeffrey Gundlach. (Archivbild Mai 2012)
Prophezeit dem Euro eine düstere Prognose: Der amerikanische Investmentspezialist Jeffrey Gundlach. (Archivbild Mai 2012)
Reuters

Jeffrey Gundlach ist der eigenwillige Superstar unter den Vermögensverwaltern. Im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft» äussert sich der Obligationenspezialist kritisch zur weltweiten Liquiditätsschwemme der Notenbanken. Er vergleicht die Strategie mit einem Pokerspiel, bei dem die Währungshüter schon bald «all in» seien und fast alle Chips auf dem Tisch liegen.

«Nachdem EZB-Präsident Mario Draghi versprochen hat, alles zu tun, um den Euro zu retten, bleiben nicht mehr viele Optionen, um die Märkte fortan zuversichtlich zu stimmen», sagte er im Interview. Für den Fortbestand des Euros prognostiziert er eine düstere Zukunft: Wenn die Eurozone bestehen bleiben solle, bleibe es Deutschland überlassen, die Schulden von Europas Süden zu bezahlen. «Daran glaube ich nicht, weshalb der Euro wahrscheinlich auseinanderbrechen wird», ist er überzeugt.

Unkonventionelle Investitionen

Die Welt – und der Finanzmarkt im speziellen – stehe vor einem Umbruch, wie er in den vergangenen dreissig Jahren nie stattgefunden habe, prognostiziert Gundlach. Er schliesst nicht aus, dass es gar zu bürgerkriegsähnlichen Tumulten kommt. «Es besteht das Risiko, dass früher oder später etwas Gravierendes passiert», sagte er gegenüber der «Finanz und Wirtschaft». Zur Vorsicht mahnt er die Aktienanleger. Sein Rat: Gewinne realisieren, oder unkonventionell investieren; aber die klassische Strategie Kaufen und Halten habe ausgedient.

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