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Die Kundenverräter

Als Greg Smith bei der Investmentbank Goldman Sachs in New York anfing, wurde der Dienst am Kunden grossgeschrieben. Als er die Bank 2012 verliess, wurden Anleger als «Trottel» bezeichnet.

Jagd nach dem «Elephant Trade», dem Millionendeal: Der Stand von Goldman Sachs in der New Yorker Börse. (18. Januar 2012)
Jagd nach dem «Elephant Trade», dem Millionendeal: Der Stand von Goldman Sachs in der New Yorker Börse. (18. Januar 2012)
Reuters

Wir schreiben das Jahr 1997. Von 3000 Bewerbern aus aller Welt haben zwölf, unter ihnen der 17-jährige Südafrikaner Greg Smith, ein Vollstipendium der Stanford-Universität erhalten. Smith zieht nach Kalifornien und studiert Medizin, sattelt dann aber auf Wirtschaft um. Drei Jahre später ergattert er eines der begehrten Sommerpraktika bei Goldman Sachs in New York. Auf die Frage, warum er für die Investmentbank arbeiten wolle, sagt er: «Weil es das beste und angesehenste Unternehmen der Welt ist, weil ich mir selbst ehrgeizige Ziele gesteckt habe und weil mich das Finanzgeschäft begeistert.» Praktikant Smith landet in einem riesigen Aktienhandelssaal im 49. Stock eines Gebäudes in Manhattan. Hier arbeiten 600 Leute für die grössten Vermögensverwalter der Welt – Pensionskassen, Hedgefonds und Regierungsstellen. Sie verschieben jeden Tag Milliarden von Dollars.

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