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Die Familie als Firma

Kinder als Produkte, die Familie, die wie eine Firma funktioniert. Diese Theorie hat der soeben verstorbene Wirtschaftsnobelpreisträger Gary Becker entwickelt. Haben seine Theorien heute noch Bestand?

Er gehört zu den prominentesten Vertretern der neoliberalen Chicago-Schule: Wirtschaftsnobelpreisträger Gary Becker spricht 2011 an einer Tagung in Beverly Hills.
Er gehört zu den prominentesten Vertretern der neoliberalen Chicago-Schule: Wirtschaftsnobelpreisträger Gary Becker spricht 2011 an einer Tagung in Beverly Hills.
Mario Anzuoni, Reuters
Neben dem Nobelpreis erhielt er auch die Freiheitsmedaille des Präsidenten: George W. Bush hat Gary Becker die Auszeichnung 2007 überreicht.
Neben dem Nobelpreis erhielt er auch die Freiheitsmedaille des Präsidenten: George W. Bush hat Gary Becker die Auszeichnung 2007 überreicht.
Jason Reed, Reuters
Drei Nobelpreisträger unter sich: Die drei Professoren der University of Chiago, James Heckman, Roger B. Myerson und Gary Becker (von links).
Drei Nobelpreisträger unter sich: Die drei Professoren der University of Chiago, James Heckman, Roger B. Myerson und Gary Becker (von links).
AP Photo/Charles Rex Arbogast
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Seine Theorien waren höchst umstritten und wurden oft kontrovers diskutiert. Die Rede ist vom renommierten Ökonomen Gary Becker. Der Amerikaner, der als radikaler Wirtschaftsliberaler gilt, erhielt 1992 den Nobelpreis. Am Wochenende ist er nach längerer Krankheit im Alter von 83 gestorben.

Becker hatte sich einen Namen damit gemacht, die Ökonomie auf Bereiche auszudehnen, bei denen man Wirtschaftswissenschaften nicht unbedingt als Erstes erwarten würde. So hat er sich mit Rassendiskriminierung, Kriminalität oder Drogenabhängigkeit auseinander gesetzt. Er wird damit als Vorreiter der Ökonomisierung des alltäglichen Lebens gesehen. Becker hat auch den Begriff «Humankapital» geprägt. Zu den soziologischen Themen, über die er forschte, gehörte auch die Familie.

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