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Die alte Welt sieht immer älter aus

«Entitlement», das ist das Schlüsselwort Francesco Bongiovannis. Der erfolgreiche Italiener erklärt, warum Europa nicht mehr zu retten ist.

«Entitelment»: Bongiovannis Schlüsselwort ist die falsche Anspruchshaltung – Vor allem in Südeuropa gehen die Leute zu früh in Pension.
«Entitelment»: Bongiovannis Schlüsselwort ist die falsche Anspruchshaltung – Vor allem in Südeuropa gehen die Leute zu früh in Pension.
Keystone

Warum schreibt einer ein Buch? Aus Liebe zur Literatur? Um Ruhm zu erringen? Um Geld zu verdienen? Oder weil er glaubt, seine Gedanken unbedingt teilen zu müssen, um seine Mitmenschen aufzurütteln?

Francesco Bongiovanni hat sein erstes Buch im Alter von 58 Jahren veröffentlicht. Ein spätes Debüt. Dass er die Tantiemen gebraucht hätte, ist nicht anzunehmen. Der Italiener ist ein gemachter Mann: Nach seinem Studium in Harvard arbeitete er als Investmentbanker an der Wall Street. Es folgte ein 15-jähriger Aufenthalt in Asien. Heute lebt er in Monaco und berät reiche Asiaten, wie sie ihr Geld in Europa anlegen können. Sicher kein einfacher Job. Einer, der da mal nebenbei 328 Seiten schreibt, und das mit über 400 Fussnoten, der muss schon sehr überzeugt sein, etwas Bedeutendes zu sagen zu haben.

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