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Detailhandel ächzt unter Einkaufstourismus

Bei Schweizer Detailhändlern ist im März deutlich weniger eingekauft worden.

Nach dem Mindestkurs-Aus gingen viele Schweizer auf Schnäppchenjagd: Menschen an der Kasse im deutschen Einkaufszentrum Lago in Konstanz. (17. Januar 2015)
Nach dem Mindestkurs-Aus gingen viele Schweizer auf Schnäppchenjagd: Menschen an der Kasse im deutschen Einkaufszentrum Lago in Konstanz. (17. Januar 2015)
Ennio Leanza, Keystone

Die Umsätze sind im Vorjahresvergleich um 4,6 Prozent gefallen. Real, um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigt, beträgt der Rückgang 2,8 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Im Detailhandel ohne Treibstoffe schrumpfte der Umsatz teuerungsbereinigt um 2,3 Prozent. Nominal beträgt das Minus 4,0 Prozent. Mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren wurden real 2,6 Prozent (nominal –3,2 Prozent) weniger umgesetzt als im März 2014. Im Nichtnahrungsmittelsektor beträgt das reale Minus 2,3 Prozent (nominal –4,8 Prozent).

Detailhändler beklagen nach der Aufhebung des Euromindestkurses einen weiter gestiegenen Einkaufstourismus im Ausland. Zudem schrumpfen ihre Umsätze, wenn sie Wechselkursvorteile via Preissenkungen an die Kunden weitergeben. Die Konsumenten dagegen zeigen sich weiterhin kaufbereit. So ist der Konsumentenstimmungsindex des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) im April auf dem gleichen Wert wie im Januar zu liegen gekommen. Saisonbereinigt sind die Detailhandelsumsätze laut Berechnungen des BFS im März 2015 gegenüber dem Vormonat gestiegen, und zwar sowohl real als auch nominal um 0,7 Prozent.

SDA/thu

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