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Der Fels in der Brandung

Während die Kreditwürdigkeit zahlreicher Länder herabgestuft wird, erweist sich die Schweiz als sicherer Hafen. Nur zwei andere Nationen stehen noch ähnlich gut da.

Hält sich wacker: Das Bundeshaus in Bern.
Hält sich wacker: Das Bundeshaus in Bern.
Keystone

Die Ratingagentur Fitch hat die langfristige Einstufung der Schweiz mit der Top-Note AAA bestätigt. Das Rating spiegle die hochentwickelte, breit abgestützte und wohlhabende Volkswirtschaft der Schweiz, teilte die in New York und London beheimatete Agentur am Donnerstag mit. Ähnlich gut stehen laut Fitch nach der Finanzkrise nur Norwegen und Singapur da.

Das Vertrauen der Finanzmärkte verdankt die Schweiz gemäss der Ratingagentur auch dem Franken, der angesichts der Schuldenkrise in vielen Ländern als Fluchtwährung noch wichtiger geworden ist. Als «sicherer Hafen» begehrt, hat sich der Franken allerdings gegenüber Währungen wie Euro, Dollar und Pfund stark aufgewertet.

USA gefährdet

Im Gegensatz zur Schweiz ist die Top-Note der USA, der immer noch grössten Volkswirtschaft der Welt, derzeit gefährdet. Wenn sich die zerstrittenen Politiker von Demokraten und Republikanern nicht bald auf eine von Präsident Barack Obama geforderte Erhöhung der Verschuldungsobergrenze einigen, sind die USA voraussichtlich Anfang August zahlungsunfähig.

Bereits davor könnten Agenturen die Bonitätsnote senken. Im Falle von Griechenland, Irland und Portugal, denen ohne die Hilfsmassnahmen der Euroländer und des internationalen Währungsfonds die Zahlungsunfähigkeit droht, haben die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit bereits gesenkt.

EU unzufrieden

Griechenlands Staatsanleihen sind von Fitch auf CCC herabgestuft worden, was bedeutet, dass bereits jetzt mit Zahlungsausfällen gerechnet wird. Die Ratingagentur Moody's hat auch Irland auf «Ramschniveau» herabgestuft.

Die Europäische Union (EU) hat die wichtigen anglo-amerikanischen Ratingagenturen allerdings jüngst dafür kritisiert, mit ihren Ratings Staaten systematisch in die Pleite zu treiben. EU- Justizkommissarin Viviane Reding hat diese Woche bekundet, sie wolle die Macht der grossen Ratingagenturen Fitch, Moody's und Standard & Poor's «zerschlagen».

SDA/jak

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