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«Das Problem ist nicht das Alter, sondern die fehlende Bildung»

In Griechenland und Spanien sei gar nicht jeder zweite Jugendliche arbeitslos, sagt der Basler Arbeitsmarkt-Experte George Sheldon. Er nennt andere Zahlen – und findet, die EU gehe mit dem Problem falsch um.

Verlierer der Krise: Jugendliche demonstrieren in Madrid gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien. (Archivbild)
Verlierer der Krise: Jugendliche demonstrieren in Madrid gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien. (Archivbild)
AFP

Herr Sheldon, in Spanien und Griechenland sei jeder zweite Jugendliche arbeitslos, hiess es in den letzten Wochen. Eine schockierende Zahl. Sie sagen, die Zahl stimme nicht. Warum? Ich sage vor allem: Die Medien haben die Zahlen zur Arbeitslosigkeit falsch gedeutet. Die EU berichtete, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland 58 Prozent und in Spanien 55 Prozent betrage. Diese Quote bezieht sich auf die unter 25-jährigen erwerbsaktiven Jugendlichen – also jene, die entweder eine Stelle haben oder eine suchen. Jene, die keine Stelle suchen, weil sie studieren oder noch in der Ausbildung sind, werden gar nicht mitgezählt. Würde man sie in die Gruppe der Erwerbsaktiven dazu zählen, wäre diese entsprechend viel grösser und der Anteil der Arbeitslosen kleiner – etwa 15 bis 20 Prozent.

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