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«Das Nullwachstum in der Schweiz war ein Ausreisser»

UBS-Chefökonom Daniel Kalt im Gespräch über schlechtes Wachstum, die Politik der Europäischen Zentralbank und die Rolle der SNB in der Eurokrise.

«Wir sind überzeugt, dass die Schweiz in den kommenden Quartalen durchaus wachsen wird»: UBS-Chefökonom Daniel Kalt. (Archivbild)
«Wir sind überzeugt, dass die Schweiz in den kommenden Quartalen durchaus wachsen wird»: UBS-Chefökonom Daniel Kalt. (Archivbild)
Keystone

Herr Kalt, die Europäische Zentralbank hat gestern ihre Geldpolitik weiter gelockert. Wie beurteilen Sie diesen Schritt? EZB-Chef Draghi hat die Märkte mit einer weiteren, wenn auch symbolischen Zinssenkung überrascht und damit den Euro weiter schwächen können. Ausserdem will die EZB verbriefte Firmenkredite aufkaufen, sogenannte ABS (asset-backed securities). Das wäre dann quasi das, was man als ein «Quantitative Easing» für den Privatsektor bezeichnen könnte. Die Hoffnung dahinter ist eine Ankurbelung der Vergabe von Firmenkrediten in der Eurozone. Man kann sich allerdings fragen, wie viel das nützt. Denn die Kredite sind heute schon günstig, und man kann die Unternehmen ja nicht zwingen, sich zu verschulden.

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