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Das demokratische Grundproblem der Eurozone

Die Ängste in Europa wegen des angekündigten Referendums in Griechenland offenbaren ein tiefer liegendes Paradox der Eurozone. Es könnte ihr Schicksal besiegeln.

Das alte Griechenland ist die Wiege der Demokratie und der europäischen Kultur und jetzt bedroht ausgerechnet eine Abstimmung dort das europäische Projekt: Wahrzeichen des antiken Griechenland, die Akropolis.
Das alte Griechenland ist die Wiege der Demokratie und der europäischen Kultur und jetzt bedroht ausgerechnet eine Abstimmung dort das europäische Projekt: Wahrzeichen des antiken Griechenland, die Akropolis.
Reuters

Die Regierung von Griechenland, immerhin Wiege der Demokratie und der europäischen Kultur, will das Volk zu einer für das Land und für Europa eminent wichtigen Sache befragen. Doch dieses Ansinnen sorgt weltweit, vor allem aber in Europa, für höchste Irritation in der Politik und den Märkten. Allein die Tatsache, dass für einmal ein Volk in den Wirren dieser Eurokrise direkt mitreden soll, hat zur Folge, dass die Euphorie nach dem Eurogipfel von letzter Woche komplett verflogen und die Panik zurückgekehrt ist. «Wer das Volk fragt, wird zur Bedrohung Europas», fasst Frank Schirrmacher die jüngste Entwicklung prägnant in einem Kommentar in der «Frankfurter Allgemeinen» zusammen. Hier manifestiert sich ein tiefer liegendes, strukturelles Grundproblem der Währungsunion.

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