Zum Hauptinhalt springen

Das Beunruhigende an Chinas neuen Wachstumszahlen

Noch immer legt die Wirtschaft des Riesenreichs um 6,7 Prozent aufs Jahr gerechnet zu. Ein genauer Blick auf die Zahlen zeugt aber von einer gefährlich weiter ansteigenden Verschuldung.

Bisher fusst das chinesische Wachstum auf unprofitablen Investitionen und einer wachsenden Verschuldung: Grossbaustellen in der Hauptstadt Peking.
Bisher fusst das chinesische Wachstum auf unprofitablen Investitionen und einer wachsenden Verschuldung: Grossbaustellen in der Hauptstadt Peking.
Rolex dela Pena, Keystone

Um 6,7 Prozent ist Chinas Wirtschaft im zweiten Quartal des laufenden Jahres gewachsen – hochgerechnet auf das Jahreswachstum. Das liegt im Rahmen der Zielbands zwischen 6,5 und 7 Prozent, das sich die kommunistische Partei des Landes für dieses Jahr als Ziel gesetzt hat.

Im Vergleich zu anderen Ländern sieht das nach einem berauschenden Wachstum aus. Die Wirtschaft der USA etwa wächst im Bereich von rund 2 Prozent, jene der Schweiz in einem von unter 1,5 Prozent. Dennoch bedeutet das bei weitem nicht, dass in China alles so viel besser ist. Einerseits ist das Wachstum der chinesischen Wirtschaft schon deutlich geringer als noch etwa 2010, als es sich auf mehr als 10 Prozent belief. 2007 lag es sogar bei 14,2 Prozent. Noch wichtiger aber: Chinas Regierung kann fast jedes beliebige Wachstum haben, wenn sie nur für die Kredithähne ausreichend öffnet und weiter Investitionen befeuert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.