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China gibt seinen Banken mehr Luft

Zum dritten Mal in sechs Monaten senkt Chinas Notenbank die Vorschriften für die Bargeldreserven. Die Banken können so 60 Milliarden Franken mehr Kredite vergeben – Geld, das die Volkswirtschaft braucht.

Kurbelt die Konjunktur mit geldpolitischen Mitteln an: Hauptsitz der chinesischen Zentralbank in Peking.
Kurbelt die Konjunktur mit geldpolitischen Mitteln an: Hauptsitz der chinesischen Zentralbank in Peking.
AFP

Die chinesische Zentralbank hat heute Samstag abermals die Mindestreserve-Vorschriften für die Geschäftsbanken gelockert. Mit der Absenkung des vorgeschriebenen Barbestandes soll den Banken mehr Spielraum für die Kreditvergabe eingeräumt werden, um die Konjunktur weiter anzukurbeln.

Mit Wirkung vom 18. Mai reduzierte die Zentralbank den Mindestreservesatz um 50 Basispunkte auf 20,0 Prozent. Damit haben die Geldhäuser bis zu 400 Milliarden Yuan (umgerechnet knapp 60 Milliarden Franken) mehr zur Kreditvergabe zur Verfügung.

Mit der Kürzung der Mindestreserven – der dritten in sechs Monaten – reagierte die Notenbank offenkundig auf die unerwartet schwachen Konjunkturdaten der vergangenen Tage. So verlangsamte sich die Industrieproduktion im April deutlich, und die Investitionen sanken auf den niedrigsten Stand seit fast zehn Jahren. Ausserdem ging das Volumen der ausgereichten Kredite im April auf 681,8 Milliarden Yuan zurück, erwartet wurden 800 Milliarden Yuan.

SDA/ami

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